Phoenix Solar ist fast ausschließlich im Ausland aktiv, vor allem in Asien und den USA. Im Bild eine schwimmende Solaranlage des Unternehmens in Singapur. / Foto: Unternehmen

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Angeschlagene Phoenix Solar AG hofft weiter auf Trendwende

Die wirtschaftlich schwer angeschlagene Phoenix Solar AG schreibt weiter rote Zahlen. Dank einer stark verbesserten Auftragslage hofft die Unternehmensführung darauf, bis zum Ende des laufenden Jahres in die Gewinnzone zurück zu kehren. Das erste Quartal blieb jedoch rückläufig.
Die Phoenix Solar AG hat im ersten Quartal 2015 erneut weniger Umsatz und mehr Verlust eingefahren als im Vorjahreszeitraum. Das gab das Unternehmen aus Sulzemoos jetzt bekannt. Demnach lag der erste Quartalsumsatz 2015 mit 4,9 Millionen Euro 24,8 Prozent – also knapp ein Viertel – unter dem Niveau des Vorjahres. Der Verlust vor Steuern und Zinsen stieg indes um 16,4 Prozent auf 2,6 Millionen Euro an. Für diese Entwicklung gibt der Phoenix-Solar-Vorstand mehere Gründe an. Zum einen erziele Phoenix Solar keine Umsätze mehr aus dem Betrieb und der Wartung von Solarparks für externe Kunden. Diese Sparte war im Zuge der Restrukturierungen der jüngeren Vergangenheit aufgegeben worden. Zum anderen seien die jüngst in Angriff genommenen Vorhaben in den USA noch in der „Anlaufphase“.  Das Geschäft mit Komponenten und Systemen habe unter einer Umsatzschwäche in Asien gelitten, hieß es weiter.

Finanzlage spitzt sich weiter zu

Die Finanzlage bleibt weiter angespannt: Auch im ersten Quartal hatte die Phoenix Solar keinen positiven Mittelzufluss. Der Cashfow blieb mit minus 2,6 Millionen Euro in der Verlustzone. Das rechtlich relevante Eigenkapital fiel von 11 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 9,3 Millionen Euro. Die rechtlich relevante Eigenkapitalquote sank unter die 20-Prozentmarke auf 16,7 Prozent.

Hoffnung auf Besserung zieht die Phoenix Solar AG aus dem Neugeschäft: Zum Bilanzstichtag 31. März 2015 verfügte Phoenix Solar über Aufträge im Wert von 131,1 Millionen Euro nach 2,9 Millionen Euro im Vergleichszeitraum 2014. Einschließlich der Aufträge die bereits in Rechnung gestellt worden seien komme das Unternehmen auf einen Auftragsbestand im Wert von 142,3 Millionen Euro nach 62,2 Millionen Euro nach dem ersten Vorjahresquartal.

Vorstand stellt positives EBIT in Aussicht

Vor diesem Hintergrund bekräftigt der Vorstand die bisherige Prognose, die besagt, dass Phoenix Solar in absehbarer Zeit in die Gewinnzone zurückkehren soll: Der Vorstandsvorsitzende der Phoenix Solar AG, Tim P. Ryan, erklärte: „Wir sind zuversichtlich, unseren Turnaround fortsetzen zu können. Phoenix Solar ist auf den wichtigsten Märkten tätig, auf denen die Nachfrage nach unseren Systemen und Dienstleistungen weiter wächst.“
Er führte weiter aus: „Unsere neu gewonnenen, großen Projekte in den USA laufen jetzt an, das wird sich in Umsatz und Ergebnis des laufenden und der kommenden Quartale erfreulich niederschlagen. Wir gehen unverändert davon aus, Umsätze im Bereich von 140 bis 160 Millionen Euro und wieder ein positives EBIT erreichen zu können. Den Schwung der guten Auftragslage wollen wir nutzen, um auf einen kontinuierlichen Wachstumspfad zu gelangen.“

Phoenix Solar AG: ISIN DE000A0BVU93  / WKN A0BVU9

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