20.12.11 Anleihen / AIF

Anlage des Bioenergie-Fonds MPC Bioenergie nach Verzögerungen fertig gestellt - ECOanlagecheck hatte vor Risiken gewarnt

Das brasilianische Kraftwerk des geschlossenen Fonds MPC Bioenergie wurde nach Angaben von MPC Capital mittlerweile durch das brasilianische Ingenieurbüro CT Main fertig gestellt. Es hatte ursprünglich nur die technische Projektüberwachung in der Errichtungsphase übernehmen sollen. Zuvor wurde nach Angaben von MPC Capital der Vertrag mit dem Hersteller Areva gekündigt, nachdem dieser die zuletzt gesetzte Frist bis zum 30. Juni 2011 zur finalen Fertigstellung nicht eingehalten habe. ECOreporter.de Opens external link in new windowberichtete bereits im Oktober 2010 über die Probleme beim Kraftwerksbau und die Unterbrechung der Platzierungsphase. Das Biomassekraftwerk in São Borja im südlichsten brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul sollte ursprünglich im Juni 2010 fertig werden und dann auch Strom erzeugen. Angekündigt war, dass die Anlage täglich 400 Tonnen Abfallstoffe aus der Reisproduktion verbrennt und dann eine elektrische Leistung von bis zu 12,3 Megawatt (MW) erzeugt.

ECOreporter.de hatte den Fonds 2009 analysiert, ihn als riskant bewertet und privaten Anlegern von einer Beteiligung abgeraten. Den Anlagecheck zum Fonds MPC Bioenergie finden Sie Opens external link in new windowhier.


Nach Angaben der Fondsanbieterin läuft das Kraftwerk mittlerweile stabil. Es werde derzeit weiter optimiert, um die erwartete Leistung von 12 Megawatt dauerhaft zu erreichen. Ein erster Stromvertrag über die Teilabnahme des im November und Dezember produzierten Stroms sei geschlossen worden. Die Platzierungsphase des Fonds soll nach Aussage von MPC Capital fortgesetzt werden, „sobald das Kraftwerk einige Zeit gute wirtschaftliche Ergebnisse geliefert hat und sich eine Erholung auf dem privaten Kapitalanlagemarkt abzeichnet“. Die Zeitverzögerung soll durch Kompensationszahlungen durch Areva aufgefangen werden, Anleger sollen auf Prospektniveau gestellt werden.

Areva bat auf Nachfrage von ECOreporter.de um Verständnis dafür, dass Areva sich zu Fragen zu Gründen für die Fertigstellungsprobleme und mögliche Kompensationszahlungen nicht gegenüber der Presse äußern möchte.
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