21.01.13

Anteil der Erneuerbaren am Energieverbrauch weiter gestiegen

Der Energieverbrauch in Deutschland hat sich in 2012 stabil entwickelt. Er lag mit 13.512 Petajoule (PJ) oder 461,1 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (SKE) nur leicht über dem Niveau des Vorjahres. Der Anteil der Erneuerbaren Energien ist dabei erneut stark angestiegen. Das geht aus vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen hervor. Demnach erhöhte sich 2012 die Nutzung der regenerativen Energien insgesamt um knapp 8 Prozent. Sie steigerten damit ihren Anteil am Gesamtverbrauch auf 11,7 Prozent (Vorjahr 10,9 Prozent).

Zum Vergleich: Die Kernenergie verringerte ihren Beitrag zur Energiebilanz im Zuge des Ausstiegsbeschlusses um rund 8 Prozent. Der Anteil am Energiemix fiel auf 8 Prozent. Erdgas hatte damit einen stabilen Anteil von 21 Prozent am gesamten inländischen Energieverbrauch. Der Anteil der Steinkohle am gesamten Energieverbrauch stieg 2012 leicht von 12,1 auf 12,4 Prozent. 2012 betrug der Anteil der Braunkohle am gesamten Energieverbrauch durch diesen Sondereffekt 12,2 Prozent nach 11,6 im Vorjahr Prozent.  Bei den sonstigen Energieträgern wie Siedlungs- und Industrieabfällen gab es ein Plus von vier Prozent.

Dier Anstieg der Erneuerbaren Energien ist ein Ergebnis des starken Wachstums der Photovoltaik. Ihre Energieproduktion sprang im vergangenen Jahr von 28,5 Milliarden kWh an. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 47,4 Prozent. Damit glich die Sonnenstromproduktion die Schwäche der Windkraft aus. Aufgrund eines schwachen Windangebotes sank die Energieproduktion aus Windkraft in 2012 gegenüber 2011 um 7,9 Prozent auf 45 Milliarden kWh. Damit stellte sie aber weiterhin den Löwenanteil an der Energieproduktion aus regenerativen Quellen, die sich laut der der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen insgesamt auf 135 Milliarden kWh belief. Die Energieproduktion aus Biomasse kletterte um 9,1 Prozent auf 41 Milliarden kWh, die aus Wasserkraft um 16 Prozent auf 20,5 Milliarden kWh.

Auch bei der Wärmeerzeugung setzt Deutschland verstärkt auf Erneuerbare Energien. Wie die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen mitteilt, wuchs sie in 2012 um 8 Prozent auf 145,8 Milliarden kWh, wobei auf Biomasse mit 132,7 Milliarden kWh mit Abstand der größte Anteil entfiel.

Rückläufig entwickelte sich dagegen der Einsatz von Biokraftstoff. Hier verringerte sich der Einsatz gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent. Das lag vor allem daran, dass Biodiesel um 4,3 Prozent weniger verbraucht wurde als in 2011. Auf diesen Biokraftstoff entfielen 23,8 von 22,4 Milliarden kWh der insgesamt erzeugten Antriebsenergie aus Biotreibstoffen. Der Anteil von Bioethanol kletterte leicht von 9,1 auf 9,2 Milliarden kWh und wurde ergänzt um 0,3 Milliarden kWh Pflanzenöl. Der Anteil des herkömmlichen Mineralöls am gesamten Energieverbrauch sank leicht auf 33,3 Prozent.
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