29.01.10 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Anti-Preis prangert Großkonzerne an

Für die Finanzierung besonders klimaschädlicher Ölsandabbau-Projekte in der Kanadischen Provinz Alberta hat die Royal Bank of Canada in Davos den Schmähpreis „Public Eye Award“ erhalten. Preisträger in gleich zwei Kategorien der parallel zum Weltwirtschaftsforum vergebenen Anti-Trophäe ist der Schweizer Pharmakonzern Roche. Dem Konzern wird vorgeworfen, für eine Medikamentenstudie in der Transplantationsmedizin Organe hingerichteter chinesischer Häftlinge verwendet zu haben, ohne die Zustimmung der Angehörigen einzuholen. Dafür  gab es den  „Public Eye Swiss Award“ und  den über eine Internet-Abstimmung mit 20.000 Teilnehmern ermittelten Publikumspreis.

Den „Global Award“ erhielt der indische Stahl-Großkonzern ArcelorMittal. Er stehe hinter dem weltgrößten und zugleich dreckigsten Stahlwerk in Südafrika, urteilte die Jury.

Erstmals in der elfjährigen Geschichte des Anti-Preises für skandalöse Umweltsünden und fragwürdige Geschäftspraktiken wurde in diesem Jahr der so genannte Greenwatch Award ausgelobt.  Den vergaben die Initiatoren – Greenpeace Schweiz und die Organisation „Erklärung von Bern“  (EVB) - an das UNO-Wassermandat. Das UNO-Siegel war geschaffen worden um der globalen Wasserkrise zu begegnen. Nach Ansicht der Juroren befördert es jedoch die Wasserprivatisierung, bei der Konzerne wie Nestlé, Coca-Cola oder Dow Chemical eine große Rolle spielten.

Der Public Eye Award wird traditionell parallel zum Weltwirtschaftsgipfel vergeben. Eine Fachjury befand dazu über 40 Vorschläge von Nichtregierungsorganisationen (NGO). Näheres gibt es auf der offiziellen Opens external link in new windowInternetseite des „Public Eye Awards“.
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