29.08.08 Anleihen / AIF

Anwaltskanzlei wirft Geothermieprojektierer Green Energy AG "zentrale Prospektfehler" vor – ECOreporter.de sprach mit dem Unternehmen

Eine Hamburger Anwaltskanzlei erhebt scharfe Vorwürfe gegen die Green Energy AG aus Hannover. Die Initiatorin der Green Energy Geothermie Fonds habe „zentrale Prospektfehler“ zu verantworten, so die BGKS Gröpper Köpke Rechtsanwälte. ECOreporter.de bat Green Energy um eine Stellungnahme zu den Angriffen.

Die Kanzlei BGKS Gröpper Köpke Rechtsanwälte aus Hamburg sei Green Energy nicht bekannt, teilt der Fondsinititiator mit. Auch sei bisher kein Kontakt zu Green Energy hergestellt. Die Vorwürfe der Kanzlei BGKS basierten im Wesentlichen auf Aussagen Dritter. Die von diesem in Schädigungsabsicht erhobenen Vorwürfe seien nachweislich falsch.

In der Pressemeldung der Anwaltskanzlei vom 26. August 2008 heißt es: „Die Anleger wurden mit einem "ethisch motivierten Investmentansatz" unter Hinweis auf die "ökologisch saubere und nachhaltige Geothermie" geworben. Das Geld der ersten Fondsgesellschaft sollte in den Bau eines Geothermie-Kraftwerks fließen. Das Kraftwerk ist bislang noch nicht fertig gestellt worden. In einem Prospektnachtrag wurden Verzögerungen eingeräumt.“

Dazu nimmt Green Energy gegenüber ECOreporter.de wie folgt Stellung: „Dieser Aussage widerspricht Green Energy nachdrücklich. Die für die Herstellung der Geothermie-Anlage angegebenen Kosten wurden auf solider Basis kalkuliert. Die Prognoserechnungen für den Green Energy Geotherm Opportunity Fonds beruhen u.a. auf Berechnungen und Daten eines durch ein renommiertes Fachunternehmen aufgestellten Gutachtens für das vorgesehene Erdwärmefeld Peiting.“

Green Energy weist darauf hin, dass auf der Internetseite der BGKS unter der Rubrik „Fälle“ die gleiche „aktuelle“ Veröffentlichung bereits am 29.11.2007 erschienen sei. ECOreporter.de hat dies überprüft und bestätigt: Die Nachrichten der BGKS vom 26. August 2008 und 29. November 2007 sind in wesentlichen Teilen identisch.

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