Die Asian Bamboo AG will einen Teil Plantagen in den kommenden Monaten verkaufen. Die Verarbeitung von Bambussprossen soll nicht ganz aufgegeben werden. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Asian Bamboo hofft auf Millionen aus Plantagenverkauf

Die Aktie der finanziell schwer angeschlagenen Asian Bamboo AG scheint sich nach langer Schwächeperiode etwas zu erholen. Sie legte heute bis zum frühen Nachmittag 1,5 Prozent an Wert zu und notierte im Xetra der Deutschen Börse bei 1,26 Euro. Damit verbucht die Aktie auf Jahressicht allerdings 38,6 Prozent Kursverlust.

Die finanzielle Lage der Asian Bamboo AG ist prekär. Um dem entgegenzuwirken hat der Vorstand der Bambus-Spezialistin aus Hamburg damit begonnen, mehr als 10.000 Hektar Plantagenfläche im chinesischen Fujan zu verkaufen. Außerdem kündigte Vorstandschef und Gründer Lin Zuojun an, er werde bis zum Ende seiner laufenden Amtsperiode am 30. September 2015 auf sein Gehalt verzichten. Insgesamt peilt der Vorstand 15 Millionen Euro Erlös aus dem Verkauf von Grundstücken und einer Verarbeitungsstätte für Bambussprossen an. 10 Millionen Euro davon sollen aus allein aus dem Verkauf von knapp 13.000 Hektar Plantagenfläche erzielt werden.

Allerdings wartet Asian Bamboo nach eigenen Angaben noch darauf, wie unabhängige Gutachter die Flächen und das Geschäft bewerten. Die übrigen 5 Millionen Euro des erhofften Erlöses soll der Verkauf eines Grundstücks in Mawei und einer Bambussprossenverarbeitung in Longyan erbringen. Diese beiden Transaktionen sollen möglichst innerhalb der nächsten zwölf Monate abgeschlossen sein, hieß es. Die Geschäftstätigkeit der Asian Bamboo AG werde durch die geplanten Verkäufe nicht beeinträchtigt, so der Vorstand weiter.

Asian Bamboo besitzt nach eigenen Angaben insgesamt 40 Bambusplantagen mit 50.338 Hektar Fläche in China. Ein Teil der Bambusverarbeitung solle auch nach dem angekündigten Teilverkauf im Unternehmen verbleiben, könne jedoch bei Bedarf ausgelagert werden. Asian Bamboo war zunehmend in Schieflage geraten, weil das Unternehmen Schwierigkeiten hat genügend geeignete Arbeitskräfte für die Bewirtschaftung der Plantagen zu finden. Das schlug sich in schlechteren Ernten nieder und beeinträchtigte den Wert der Plantagen. Für 2013 verbuchte Asian Bamboo auf Konzernebene 152 Millionen Euro Verlust (ECOreporter.de  berichtete). Kurz vor der Veröffentlichung dieser Bilanz erklärte das Unternehmen außerdem, dass mehr als die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt sei (mehr lesen Sie  hier).  Den Ausweg aus der Krise soll der Einstieg ins Immobiliengeschäft bringen.

Asian Bamboo AG: ISIN DE000A0M6M79 / WKN A0M6M

Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x