07.03.07 Aktientipps

Aufzugsherstellerin Schindler AG verfehlt Konsenserwartungen - dennoch positives Analystenurteil

Die Schindler AG hat im vergangenen Jahr die allgemeinen Markterwartungen beim Reingewinn trotz eines Anstiegs von 29,4 Prozent auf 488 Millionen Schweizer Franken leicht enttäuscht. Dennoch sieht Analyst Martin Hüsler von der Zürcher Kantonalbank einen Kursspielraum von zehn Prozent bei der Aktie und empfiehlt, das Papier "überzugewichten". Das Unternehmen erzielte dem Rating zufolge 2006 einen Umsatz von 11,1 Milliarden Euro und damit einen Zuwachs von 25,2 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen stieg demnach um 14,5 Prozent auf 726 Millionen Franken, worin ein einmaliger Liegenschaftsgewinn von 63 Millionen Franken enthalten ist. Der überproportionale Zuwachs beim Reingewinn sei auf eine niedrigere Steuerrate zurückzuführen.

Die EBIT-Marge, das Verhältnis von Umsatz zum Ergebnis, habe, berücksichtigt um den Liegenschaftsgewinn mit 8,4 Prozent hinter dem Vorjahreswert von 9,2 Prozent gelegen. Auch im Vergleich mit den Konkurrenten Otis und Kone, die ihre Margen von 18,4 auf 18,8 beziehungsweise von 8,4 auf zehn Prozent gesteigert hätten, habe Schindler enttäuscht.

Dennoch hält die ZKB für 2007 einen Konzerngewinn von 540 Millionen Schweizer Franken für möglich, während das Unternehmen selbst einen Anstieg auf 530 Millionen Franken prognostiziert. Für positive Aussichten sorge ein hoher Auftragsbestand und ein weiterhin günstiges Marktumfeld.

Schindler gehört zu den weltweit größten Herstellern von Aufzügen, Fahrtreppen und -steigen. In der Schweiz hält das Unternehmen eine Mehrheitsbeteiligung am ALSO-Konzern, der IT-Logistik- und Dienstleistungsgeschäfte anbietet. Rund 80 Prozent der Umsätze werden mit Aufzügen, Fahrtreppen und Fahrsteigen erwirtschaftet.

Schindler ISIN: CH0024638196 / WKN: A0JEHV
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