Die Photovoltaik-Neuinstallationen in Deutschland sind weiter rückläufig. / Quelle: Fotolia (Lohrbach)

  Erneuerbare Energie

Ausbau der Photovoltaik in Deutschland weiter ausgebremst

Die Photovoltaik-Neuinstallationen in Deutschland sind weiter rückläufig. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums (BMU) sind im Juni 2013 bundesweit neue Sonnenstromkraftwerke mit 315 Megawatt (MW) Leistung neu in Betrieb gegangen. Im Juni des Vorjahres hatte die neu installierte Photovoltaik-Kapazität mit 1791 MW knapp sechs Mal höher gelegen.

Im ersten Halbjahr sind insgesamt Solaranlagen mit rund 1.800 MW Kapazität installiert worden. Zusammengenommen kommen alle bis Ende Juni in Betrieb gegangenen Photovoltaikanlagen in Deutschland auf 34.000 MW Kapazität. Unter optimalen Bedingungen hätten sie das Potenzial, 34 kleinere Atomkraftwerke zu ersetzen.

Die Anzahl der Neuinstallationen ist entscheidend für die weitere Ausgestaltung der Einspeisevergütung für Solarstrom. Treffen die Zahlen des BMU zu, müsste die Vergütung zwischen August und Oktober nach den Vorgaben des EEG monatlich um 1,8 Prozent weiter sinken. Wer seine Solaranlage noch im Juli 2013 ans Stromnetz bringt, erhält je nach Leistungskapazität zwischen 10,4 und 15  Eurocent pro Kilowattstunde eingespeisten Strom. Zum Vergleich: Wer eine neue Solaranlagen im Juli 2011 in Betrieb genommen hat, erhält dafür zwischen 22 und 24 Cent pro Kilowattstunde.
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