Das Tempo mit dem in Deutschland neue Solaranlagen installiert werden ist seit Monaten rückläufig. / Foto: Fotolia (il fede)

02.12.14 Erneuerbare Energie

Ausbau der Photovoltaik in Deutschland weiter verlangsamt

Das Tempo des Photovoltaikausbaus in Deutschland geht weiter zurück. Im Oktober 2014 kam bundesweit so wenig neue Solarstromleistung neu ans Stromnetz wie seit März 2009 nicht mehr. Das geht aus den aktuellen Meldezahlen der Bundesnetzagentur hervor. Demnach haben im Oktober 2014 deutschlandweit Solaranlagen mit 75,4 Megawatt (MW) Leistungskapazität neu mit der Stromproduktion begonnen.
Damit verfügt Deutschland nunmehr über 38.022 MW Solarstromkapazität. Das entspricht der Leistungskapazität von 25 durchschnittlichen Atomkraftwerken. Allerdings ist die Geschwindigkeit des Ausbaus speziell seit August des laufenden Jahres drastisch zurückgegangen. Seit dem 1. August gilt die jüngste Novelle des Erneuerbare-Energie-Gesetzes (EEG). In den ersten neun Monaten 2014 sind nach Angaben der Bundesnetzagentur neue Photovoltaikanlagen mit 1.540,2 MW in Betrieb gegangen.

Ziel der Bundesregierung ist es, den Ausbau der Photovoltaikleistung jährlich auf 2.500 MW zu begrenzen. Angesichts der stetig sinkenden Geschwindigkeit beim Photovoltaikausbau hatte der Bundesverband Solarwirtschaft jüngst eindringlich davor gewarnt, dass Deutschland dieses Ziel 2014 verfehlen wird und das seit August geltende neue EEG erneut kritisiert (mehr lesen Sie  hier).
Die Geschwindigkeit des Ausbaus hat direkte Auswirkungen auf die im EEG geregelten Einspeisevergütungen für Betreiber von Solaranlagen. Es gilt: Je mehr neue Anlagen installiert werden, umso stärker werden die Vergütungstarife monatlich gesenkt. Bleibt der Ausbau allerdings unter einer bestimmten Zielmarke, würde die Einspeisevergütung eventuell gleich bleiben, oder erhöht werden. Diese Senkungsmethode nennt sich Degression. Derzeit liegt der sogenannte Degressionsfaktor bei 0,25 Prozent.


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