04.11.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Ausrüster für die Solarbranche kürzt Umsatzprognose drastisch – Aktie verliert

Einen deutlichen Einbruch beim Auftragseingang meldet der Ausrüster für die Solarbranche Roth & Rau AG. Laut den vorläufigen Zahlen des TecDAX-Unternehmens aus Hohenstein-Ernstthal gingen im dritten Quartal Aufträge im Wert von 18,29 Millionen Euro ein, nach 40,49 Millionen Euro im Vergleichszeitraum 2008. Der Auftragsbestand belief sich zum 30. September 2009 auf 134,57 Millionen Euro (2008: 238,23 Millionen Euro). Darüber hinaus lagen Absichtserklärungen in Höhe von 195,0 Millionen Euro vor. Zum Stichtag 30. Juni 2009 hatte das Unternehmen noch einen Auftragsbestand in Höhe von 1.010 Millionen Euro gemeldet (Opens external link in new windowECOreporter.de berichtete).

Für die ersten neun Monate 2009 meldet Roth & Rau Umsatzerlöse von 159,51 Millionen Euro (2008: 197,48 Millionen Euro). Das Unternehmen senkt seine bisherige Umsatzprognose für das Gesamtjahr drastisch: Statt 500 bis 550 Millionen Euro sollen nun nur noch zirka 200 Millionen Euro Umsatz erreicht werden. Hintergrund der Umsatzwarnung sei der nochmals fortgeschrittene Preisverfall bei Modulen und Zellen sowie die anhaltend schwierigen Finanzierungsbedingungen im Projektgeschäft, so Roth & Rau. Dies habe zu einer geringeren Investitionsbereitschaft der Hersteller geführt. Die erwartete leichte Erholung in der zweiten Jahreshälfte habe sich bisher nicht eingestellt.

Wie es weiter heißt, erzielte Roth & Rau in den ersten neun Monaten ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 13,13 Millionen Euro, was einer EBIT-Marge von 8,2 Prozent entspricht (2008: 20,87 Millionen Euro / 10,6 Prozent). Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand ebenfalls eine EBIT-Marge von etwa 8,0 Prozent.

Die Aktie des Unternehmens verlor in Frankfurt zuletzt 4,37 Prozent auf 22,8 Euro (15:43 Uhr). Ihr Höchstkurs in 2009 lag bei 28,88 Euro (18. September), der Tiefstkurs bei 11,05 Euro (6. März).

Roth & Rau AG: WKN A0JCZ5 / ISIN DE000A0JCZ51

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