Der hohe Auftragsbestand zum Ende des dritten Quartals soll helfen, die Weichenstellung für die Zukunft der Vossloh AG positiv zu gestalten. Im Bild eine Weiche der Vossloh AG. / Qelle: Unternehmen

30.10.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Bahntechnikkonzern Vossloh AG erlebt Gewinneinbruch

Der Bahntechnikkonzern Vossloh AG hat in den ersten neun Monate trotz eines Umsatzanstieges deutlich weniger Gewinn erzielt als im Vorjahreszeitraum. Der aktuellen Bilanz zufolge verbuchte das Unternehmen aus Werdohl mit 971 Millionen Euro von Januar bis September des laufenden Jahres neun Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Damals schlugen noch 891,5 Millionen Euro Umsatz zu Buche. Dennoch brach der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) um 43,7 Prozent ein auf 34,4 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten 2012 hatte die Vossloh AG noch 61,1 Millionen Euro EBIT erwirtschaftet.

Die EBIT-Marge schrumpfte entsprechend auf 3,5 Prozent nach 6,9 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ebenfalls deutlich rückläufig war der Konzernüberschuss der ersten drei Quartale. In der Bilanz steht 4,3 Millionen Euro Überschuss für den Zeitraum in 2013 einem Überschuss von 31,4 Millionen Euro im ersten Dreivierteljahr 2012 gegenüber.  Weil die beiden ersten Quartale 2013 schwächer verlaufen seien als das dritte, sprach die Unternehmensführung von einer Stabilisierung der Geschäftsentwicklung.

Konkret beschloss Vossloh das dritte Quartal 2013 mit 551,3 Millionen Euro Umsatz und 21,9 Millionen Euro EBIT. Auf Jahressicht bedeutet dies einen Anstieg des Quartalsumsatzes um 9,4 Prozent, während das Quartals-EBIT damit um 27,3 Prozent zurückging.

Zuversicht für die weitere Geschäftsentwicklung zieht die Führung der Vossloh AG aus der Tatsache, dass sich das Neugeschäft sowohl in den ersten neun Monaten als auch im dritten Quartal deutlich verbesserte. Für das erste Dreivierteljahr verbuchte Vossloh neue Aufträge im Gesamtwert von 1,17 Milliarden Euro, knapp 24 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2012. Deutlicher noch war die Steigerung auf Quartalsebene. Hier weist der Bahntechnikkonzern mit 551,3 Millionen Euro einen Anstieg um 48,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Der Auftragsbestand zum 30. September kletterte so auf 1,74 Milliarden Euro, 12,6 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2012 und ein neuer Rekord, wie das Unternehmen betonte.

Angesichts des neuen Rekordauftragsbestands erwartet Vossloh für das Geschäftsjahr 2014 merklich steigende Umsätze. Auf Konzernebene scheint ein Umsatzwachstum von etwa 10 bis 15 Prozent möglich, so die Vossloh-Verantwortlichen. Ohne die Sonderbelastungen im Geschäftsjahr 2013 und angesichts der Annahme deutlich steigender Erlöse ist für das Geschäftsjahr 2014 auch von einer spürbaren Verbesserung der Profitabilität auszugehen, heißt es weiter. Die Prognose für das Gesamtjahr 2013 bestätigte die Vossloh AG. Diese sieht ein fünf Prozent mehr Umsatz als 2012 vor und geht von einer EBIT-Marge zwischen 4 und 5 Prozent aus.

Die Vossloh-Aktie kletterte heute an der Deutschen Börse bis zum Mittag um knapp 6,8 Prozent auf 77,53 Euro. Damit war sie 11,5 Prozent teurer als vor einem Monat aber 5,6 Prozent billiger als vor einem Jahr.  Henning Breiter, Analyst der Privatbank Hauck & Aufhäuser sieht die weitere Entwicklung der Aktie eher skeptisch. Mit welcher Argumentation er die Aktie zum Verkauf empfiehlt, lesen Sie hier.
Vossloh AG: ISIN DE0007667107 / WKN 766710


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