Im Bereich Transportation, wo Vossloh Loks und Züge herstellt, belastet eine Schadenersatzklage die Geschäfte. / Quelle: Unternehmen

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Bahntechnikkonzern Vossloh AG muss Gewinneinbruch verkraften

Trotz eines Umsatzanstieges hat der Bahntechnikkonzern Vossloh das erste Halbjahr 2013 mit deutlich weniger Gewinn abgeschlossen als in der Vorjahreshälfte. Auf Konzernebene geriet das Unternehmen aus Werdohl in die roten Zahlen. Der Halbjahresumsatz kletterte um 8,8 Prozent auf 621,3 Millionen Euro. Dagegen hat sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mehr als halbiert. 12,5 Millionen Euro aus den ersten sechs Monaten 2013 stehen 31 Millionen Euro EBIT aus der Vorjahreshälfte gegenüber. Auf Konzernebene entstand 3,7 Millionen Euro Verlust. Im ersten Halbjahr 2012 hatte Vossloh noch 14,6 Millionen Euro Konzernüberschuss ausgewiesen. Entsprechend ergab sich ein Verlust je Aktie von 0,31 Euro nach 1,22 Euro Gewinn je Aktie im Vorjahreszeitraum.

Noch deutlicher zeichnete sich die verschlechterte Ergebnisentwicklung im zweiten Quartal ab: Zwar gelang Vossloh gemessen am Vorjahresquartal eine deutliche Umsatzsteigerung um 12,2 Prozent auf 354,1 Millionen Euro. Allerdings brach das Quartals-EBIT auf 2,8 Millionen Euro ein. Im Vorjahresquartal war das EBIT mit 20,8 Millionen mehr als sieben Mal so hoch gewesen.
Wie zuvor schon in einer  Gewinnwarnung angekündigt begründet der Vorstand die Entwicklung vor allem mit Verzögerungen im Projektgeschäft und mit einer Rückstellung in zweistelliger Millionenhöhe für eine Schadenersatzklage.  Diese betreffe den Geschäftsbereich Transportation , in dem Vossloh Loks und Züge herstellt, hieß es nun.

Zuversicht konnte der Konzernvorstand aus dem verbesserten Neugeschäft ziehen. Sowohl im Halbjahr als auch im Quartal sind der Auftragseingang und der Auftragsbestand gestiegen. In den ersten sechs Monaten 2013 gingen Bestellungen im Wert von 618,3 Millionen Euro ein. Das sind 7,8 Prozent mehr als in der Vorjahreshälfte. Der Auftragsbestand dieser Zeit wuchs auf Jahressicht um 3,1 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal legte das Neugeschäft mit Vertriebserfolgen im Wert von 365,4 Millionen gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar 66 Prozent zu.
Für die Vossloh-Aktie ging es heute bis 9:20 Uhr weiter abwärts. Allerdings verlangsamte sich die Talfahrt: Mit 64,12 Euro lag die Aktie 0,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Heute vor einem Monat war die sie noch zehn Prozent teurer gewesen und im Vergleich zum Kurs von heute vor einem Jahr verlor die Vossloh-Aktie 9,4 Prozent an Wert. Analysten sind skeptisch, was die weitere Entwicklung bei Vossloh betrifft. Lesen sie dazu diesen aktuellen  Aktientipp (Link entfernt).  

Vossloh AG: ISIN DE0007667107 / WKN 766710
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