Die Bank für Kirche und Caritas in Paderborn: Sie hat sich einer katholischen Bewegung angeschlossen, die Investitionen in fossile Energien ganz oder teilweise vermeiden will. / Foto: BKC

05.10.17 Finanzdienstleister

Bank für Kirche und Caritas folgt Divestment-Aufruf

Raus aus der Kohle: Die Bank für Kirche und Caritas eG (BKC) aus Paderborn hat sich gestern dem "Catholic Divestment"-Aufruf des Global Catholic Climate Movement (GCCM) angeschlossen.

Die GCCM ist ein weltweiter Zusammenschluss von über 400 katholischen Organisationen und Gemeinden, die dem Aufruf von Papst Franziskus in der Enzyklika Laudato si' zum Kampf gegen den Klimawandel nachkommen.

Mitglieder des GCCM bekennen sich beispielsweise dazu, eine sogenannte Divestment-Strategie in ihrer Kapitalanlage umzusetzen, also ganz oder teilweise Investitionen in fossile Energien zu vermeiden. Bereits seit 2016 hat die BKC im Zuge ihrer eigenen Divestment-Strategie etwa Investments im Zusammenhang mit der Förderung von Kraftwerkskohle sowie mit Ölsanden und Ölschiefer ausgeschlossen.

In Unternehmen, die gegen diese Kriterien verstoßen und mit diesen Bereichen mehr als 10 Prozent Umsatz erzielen, investiert die Bank nicht.

"Auch andere Investoren motivieren"

Tommy Piemonte, Leiter Nachhaltigkeitsresearch bei der Bank für Kirche und Caritas, erläutert die Hintergründe für das Divestment: "Als katholische Kirchenbank sind wir verpflichtet, ein öffentliches Bekenntnis zum Divestment abzugeben und so auch andere Investoren zu motivieren, sich mit Klimaschutzfragen in der Kapitalanlage zu beschäftigen."

Als katholischer Akteur auf den Finanzmärkten wende die Bank christliche Werte in der täglichen Geschäftspraxis an, so Piemonte. Die Bewahrung der Schöpfung und damit auch Klimaschutz seien Themen, derer sich die Bank schon vor langer Zeit angenommen habe.

"Als Bank für katholische private und institutionelle Kunden sowie gemeinnützige Stiftungen sind wir überzeugt, dass die Integration ethisch-nachhaltiger Anlagekriterien in unseren Eigenanlagen und unseren hauseigenen Investmentprodukten eine unserer treuhänderischen Pflichten ist." Die Kirchenbank sieht ihre Divestment-Strategie als fortlaufenden Prozess an, der überprüft und angepasst wird.

Die Bank für Kirche und Caritas hat bereits 2003 die Eigenanlagen und sämtliche Bankprodukte unter das Vorzeichen der Nachhaltigkeit gestellt.  
 

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