Dr. Ekkehard Thiesler, Vorstandsvorsitzender der Bank für Kirche und Diakonie, und Pfarrer Martin Winterberg von der Ev. Kirchengemeinde Alt-Duisburg mit dem digitalen Kollektenkorb. / Foto: KD-Bank

18.01.19 Finanzdienstleister

Bank für Kirche und Diakonie: Spenden mit digitalem Klingelbeutel

Die Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) testet in der Salvatorkirche der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg einen mobilen Kollektenkorb und ein stationäres Spendenterminal. Die Geräte ermöglichen kontaktloses Spenden per Bankkarte und Smartphone.

Das stationäre Spendenterminal ist am Kirchenausgang der Salvatorkirche fest installiert, der neue digitale Kollektenkorb ist mobil und kann während des Gottesdienstes durch die Reihen gehen. Er nimmt Bargeld und Spenden per Bank- und Kreditkarte oder sogar Smartphone entgegen. Die Eingabe einer PIN ist nicht nötig.
 
Sowohl der digitale Kollektenkorb als auch das Spendenterminal sind mit einem Display ausgestattet, das sechs verschiedene Beträge anbietet. Der Spender wählt den Wunschbetrag per Klick aus und hält seine Bank- oder Kreditkarte vor das Gerät. Die Spende wird anschließend auf dem Kontoauszug des Spenders dokumentiert und kann bei der Steuererklärung angegeben werden. Die Kirche erhält - wie bei einem Bargeld-Obolus - keine weiteren Informationen über den Spender, aus Sicht der Kirchengemeinde bleibt der Spender anonym.
 
Eckhard Wilms, Experte für Zahlungsverkehr bei der KD-Bank, erläutert: "Voraussetzung für den digitalen Kollektenkorb ist ein stabiles W-LAN in der Kirche. Die Bank- oder Kreditkarte oder das Smartphone des Spenders müssen mit der sogenannten NFC-Technologie ausgestattet sein. Diese Nahfeldkommunikation mit dem Wellensymbol kennen viele schon vom Einkaufen, wo kontaktlos und bis 25 Euro auch ohne PIN-Eingabe gezahlt werden kann. Genauso funktionieren die Geräte in der Kirche.“
 
Pfarrer Martin Winterberg von der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg sagt: "Erste Nachfragen nach digitalen Spendenmöglichkeiten für unsere Kirche hatten wir bereits, besonders von jüngeren Gästen, z.B. bei einer Tauffeier. Ich bin davon überzeugt, dass sich dieser Trend verstärken wird. Deshalb wollen wir zukünftig unseren Gemeindemitgliedern und Besuchern parallel anbieten, bar und bargeldlos zu spenden. Am kommenden Sonntag (20.1.) soll der digitale Kollektenkorb im Gottesdienst um 10 Uhr sein Debüt geben. Wir sind gespannt auf die Meinung der Gottesdienstbesucher.“
 
Dr. Ekkehard Thiesler, Vorstandsvorsitzender der KD-Bank, sieht den neuen Kollektenkorb und das Spendenterminal als Bausteine der Digitalisierungsstrategie der Bank: "In anderen europäischen Ländern, insbesondere in Skandinavien, ist das Bargeld schon länger auf dem Rückzug und das digitale Zahlen der Standard, auch beim Spenden. Mir persönlich ist wichtig, dass die Technik einfach zu handhaben ist und der Gottesdienst nicht gestört wird. Neben der Funktionsfähigkeit ist das unser Hauptanliegen in der nun anstehenden Testphase. Wir freuen uns, unsere Kunden aus Kirche und Diakonie auf diesem Weg mit passenden Produkten zu begleiten.“
 
Der Einsatz des digitalen Kollektenkorbs in Duisburg ist der Auftakt zu einer Pilot- und Testphase, an der sich weitere Kirchengemeinden und auch der Evangelische Kirchentag 2019 (19.- 23. Juni) in Dortmund beteiligen werden.

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