Treibstofftank eines BASF-Werks in Ludwigshafen. / Foto: Unternehmen

05.08.15 Nachhaltige Aktien , Meldungen

BASF - Ist der Blue chip ein nachhaltiger Dividendenkönig?

Sind Sie vor 1980 geboren? Dann hat BASF Ihr Leben mitgeprägt. Denn das Unternehmen hat Perlon für Strümpfe produziert, hat das Tonband erfunden, später – Jugenderinnerung! – Musikkasetten (MC) hergestellt. 1865 als Badische Anilin- & Soda-Fabrik in Mannheim gegründet, wurde BASF ab 1913 mit Düngemitteln erfolgreich. Dann ging das Unternehmen in der IG Farben auf, die nach dem zweiten Weltkrieg zerschlagen wurde. Nach Kriegsende begann BASF wieder, dieses Mal in Ludwigshafen.

Seit 1951 produziert BASF Styropor und ist heute noch führend bei der Herstellung von Dämmstoffen. Aber Chemie ist nicht alles. BASF, das heißt beispielsweise auch: Handel, Speicher und Exploration von Gas, mit Wintershall und in Kooperation mit der russischen Gazprom. Natürlich bedeutet das: hinten Öl oder Gas hinein, vorne Lacke, Plastikfolie und anderes wieder heraus, dabei Abfall und Abwärme minimieren. Und dennoch verbraucht das BASF-Werk am Standort Ludwigshafen angeblich so viel Energie wie ganz Dänemark.

Bild: BASF-Kassette (MC) von 1982. / Foto: Unternehmen


Dividende:  74 Milliarden Euro Umsatz, 113.000 Mitarbeiter. Dividende wird seit 1953 immer bezahlt, mit einer Dividendenrendite von 3,99 Prozent war BASF im DAX 2014 Spitze. Wäre die Dividende am gestrigen 3. August ausgeschüttet worden, läge sie mit  3,53 Prozent noch immer an der Spitze des ECOreporter.de-Rankings.


Nachhaltigkeit:  Nachhaltigkeitsfonds und -indizes wie der Dow Jones Sustainability Index World setzen auf BASF. Die Nachhaltigkeitsrating-Agentur oekom research lobt die angemessenen Leitlinien und Maßnahmen zum nachhaltigen Chemikalienmanagement und zur Nanotechnologie, die Transport- und Anlagensicherheit sowie die konzernweite Klimaschutzstrategie. Kritik gibt es beispielsweise wegen unzureichender Standards beider Beschaffung von nachwachsenden Rohstoffen. Aus Nachhaltigkeitssicht negativ ins Gewicht fällt außerdem das BASF-Engagement für den Gaspipelinebau „Nord Stream“ in der Ostsee. Diese Gasleitung verläuft durch die Ostsee von Wyborg, Russland, nach Lubmin in der Nähe von Greifswald. Die BASF-Tochter Wintershall ist neben E.ON, und Gazprom beim geplanten Ausbau der Pipline dabei.Darüber gibt es aktuell eine Absichrtserklärung der involvierten Unternehmen.


  K.O.-Kriterien: Unter dem Schlagwort Pflanzenbiotechnologie stellt BASF unter anderem gentechnisch veränderte Maissorten her, die sich zum Anbau in Trockenheit eignen sollen.Die Gentechnik-Sparte hat BASF in die USA ausgelagert, da geht es beispielsweise um die Forschung an der gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora. BASF vermarktet außerdem Biozide unter dem Handelsnamen Protectol®. Biozide sind Spezialchemikalien, die Mikroorganismen töten.

ECOreporter.de stellt sieben weitere ausgewählte Konzerne vor, deren Aktien in den vergangenen Jahren verlässlich Dividenden brachten und auf die auch Nachhaltigkeitsfonds setzen.

BMW (Link entfernt)
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IBM (Link entfernt)
Intel (Link entfernt)
Johnson & Johnson (Link entfernt)
Linde AG (Link entfernt)
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Renditebringer: Wie schneiden diese acht Dividenden-Blue-chips im  Ranking der Dividendenkönige ab?
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