15.07.08 Erneuerbare Energie

Baufreigabe für Offshore-Windpark alpha ventus

alpha ventus ist ein Windkraft-Projekt der Offshore-Stiftung der Deutschen Wirtschaft. Sie hat ihre Rechte aus der Windparkgenehmigung an die Bauherrin, die Realisierungsgesellschaft DOTI (Deutsche Offshore Testfeld- und Infrastruktur GmbH & Co KG) verpachtet, an der die EnergieunternehmenEWE, EON und Vattenfall beteiligt sind. Der ursprüngliche Inhaber der 2001 vom BSH erteilten Genehmigung (damals noch „Windpark Borkum-West“) hatte die Nutzungsrechte 2005 an die Offshore-Stiftung verkauft. Das Vorhaben liegt in einem Seegebiet, das in dem gerade veröffentlichten Raumordnungsplanentwurf des Bundesverkehrsministeriums als Vorranggebiet für Windenergieanlagen ausgewiesen ist.

Nun hat alpha ventus den Beginn der Bauarbeiten auf See angekündigt. Mit der Baufreigabe für den Testwindpark durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) könne man jetzt die ersten sechs Windenergieanlagen 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum in 30 Meter Wassertiefe errichten. Damit werde alpha ventus voraussichtlich ab Herbst das erste Windparkprojekt in Deutschland sein, das Strom auf hoher See produziert, erklärte Christian Dahlke. Er im BSH für Offshore-Vorhaben und marine Raumordnung verantwortlich. Insgesamt sollen 12 Rotoren mit einer Leistung von je fünf Megawatt in dem Testfeld realisiert werden, das vom Bundesumweltministerium mit insgesamt 50 Millionen Euro gefördert wird.

Die Baufreigabe umfasst das Design der Gründungselemente, Tragstrukturen und Turbinen sowie den Ausführungsplan für das Setzen der ersten sechs Gründungs-Dreibeine. Ihr sind umfassende bautechnische Gutachten zur geplanten Gründung, Standsicherheit und Belastbarkeit vorausgegangen sowie fachkundige Beratungen durch die Bundesanstalt für Wasserbau, die Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung, die WSD Nordwest und den Germanischen Lloyd (GL). Daher konnte nun die Freigabe noch vor der abschließenden Zertifizierung durch den GL erfolgen. Voraussichtlich Ende Juli soll der Schwimmkran sowie aus Richtung Norwegen die ersten dreibeinigen Fundamente anrücken.

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