Der Hauptsitz der Triodos Bank befindet sich im niederändischen Zeist. 2013 kletterte die Kundenzahl der Bank erstmals über die Marke von 500.000. / Quelle: Unternehmen

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Bilanz für 2013: Die Triodos Bank legt weiter zu

Die Triodos Bank hat ihren Wachstumskurs 2013 fortgesetzt. Das gilt sowohl für das Mutterhaus der Nachhaltigkeitsbank im niederländischen Zeist als auch für die deutsche Niederlassung in Frankfurt. So weist es die aktuelle Bilanz der Bank aus.

Demnach legte Triodos in Deutschland besonders beim Einlagen- und im Neukundengeschäft zu: Das Einlagenvolumen der Deutschland-Niederlassung kletterte um 55 Prozent auf 139 Millionen Euro nach 90 Millionen Euro im Vorjahr. Um 55 Prozent wuchs auch der Kundenstamm. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 zählte die Bank in Deutschland 7.528 Menschen zu ihren Kunden. Eine Folge der Positiventwicklung im Einlagengeschäft: Die deutsche Triodos-Niederlassung refinanziere ihre Kredite künftig selbst, anstatt dabei Hilfe vom Mutterkonzern aus den Niederlanden in Anspruch zu nehmen. Die Unternehmensführung bezeichnete diesen Schritt als „Meilenstein in der Aufbauarbeit.“

Rückläufig hingegen entwickelte sich das Kreditgeschäft selbst: Das Kreditportfolio zum Jahresende 2013 umfasste 183 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr, als Triodos in Deutschland noch Kredite im Wert von 191 Millionen Euro im Portfolio hatte, ist das ein Rückgang um rund vier Prozent. Neuen Krediten im Wert von vier Millionen Euro hätten höhere Tilgungen gegenübergestanden, so die Bankspitze. Grund für Grund für die Stagnation in der Kreditvergabe seien knappe personelle Ressourcen gewesen. Das Personal sei von optimierungsbedürftigen internen Prozessen und einigen notleidenden Krediten beansprucht worden, erklärt die Triodos Bank. Allerdings habe man bereits reagiert und speziell im Bereich Firmenkunden neues Personal eingestellt. Insgesamt stieg die Zahl der Beschäftigten am Standort Frankfurt von 38 auf 45.

2014 will die Triodos Bank ihr Angebot für die deutschen Kunden um ein Sparprodukt und eine Beteiligung an „aktienähnlichen Rechten" erweitern.
Stark fiel die Bilanz der Muttergesellschaft in den Niederlanden aus: Der Bank gelang es, die Bilanzsumme 2013 auf Jahressicht um 22 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro zu steigern. Das Kreditvolumen kletterte im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Hier hatte die Bank selbst allerdings ein Wachstum von bis zu 20 Prozent erwartet. Dass diese Prognose unerfüllt blieb, liege daran, Kredite, die die Triodos Bank niederländischen Kommunen gewährte in andere Kapitalanlagen umgewandelt worden seien und daher nicht mehr im Kreditportfolio sondern an anderer Stelle geführt wurden. Ohne diesen Effekt aus der Umstrukturierung hätte das Wachstum 14 Prozent erreicht, so die Bank.

Das verwaltete Gesamtvermögen von Triodos Bank, Triodos Investment Management und Triodos Private Banking wuchs um 20 Prozent auf 9,6 Milliarden Die Investmentfondssparte Triodos Investment Management allein verwaltete 2013 mit 2,5 Milliarden Euro 15 Prozent mehr Anlegerkapital als 2012 Mit 80.000 Neukunden stieg die Kundenzahl um 18 Prozent auf insgesamt 517.000.

Für 2014 prognostiziert die Führung der Bank zwischen 5 und 15 Prozent weiteres Wachstum. „Insgesamt wird das Ergebnis der Triodos Bank durch eine vom niederländischen Staat erhobene einmalige Bankenabgabe als Beteiligung an den Kosten für die Rettung der niederländischen SNS Bank erheblich beeinflusst werden“, teilt die Bank mit.
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