31.03.10 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Biodieselhersteller hofft nach verlustreichem Halbjahr auf stabile Rohstoffpreise

Einen Umsatzrückgang um 35 Prozent musste der in Pritzwalk ansässige  Biokraftstoff-Hersteller EOP Biodiesel AG im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009/2010 hinnehmen. Wie der Konzern mitteilt, sank der Umsatz vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2009 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres von 70,2 Millionen auf 45,6 Millionen Euro. Grund dafür sei der Preisverfall am Markt gewesen, hieß es. Zudem habe der Konzern von Eigenproduktion auf Lohnveresterung umgestellt. Trotz dieses Umsatzverlustes sei es gelungen, das Bruttoergebnis im Vergleich zur zweiten Jahreshälfte 2008 um 84 Prozent auf 8,8 Millionen Euro zu steigern.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war wie im zweiten Halbjahr des Vorjahres negativ. Allerdings gelang es der EOP Biodiesel, das EBIT von minus 5 Millionen Euro auf minus 800.000 Euro zu verbessern. Dies erklärt das Unternehmen mit dem Rückgang des Materialaufwands um 43 Prozent auf 37,4 Millionen Euro und mit niedrigeren Finanzaufwendungen. Aufwendungen in Höhe von 1,1 Millionen Euro im zweiten Halbjahr 2009 standen laut EOP 3,3 Millionen Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum gegenüber. Das EBIT sei zusätzlich durch einmalige Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von rund 1 Million Euro belastet, teilte der Vorstand mit.

Die Bilanzsumme des EOP Biodiesel-Konzerns reduzierte sich um 20,2 Millionen
Euro auf 42,6 Millionen Euro. Grund sei vor allem die Entkonsolidierung der ABID
Biotreibstoffe AG gewesen. Die Beteiligung an dem österreichischen Unternehmen hatte die EOP Biodiesel im Dezember verkauft.  Das Eigenkapital der Biokraftstoffspezialistin war zum Bilanzstichtag, dem 31. Dezember, weiterhin negativ: Es lag bei  minus 10,6 Millionen Euro.

Für das laufende Jahr erwartet die EOP Biodiesel AG bei einer leicht gesteigerten Absatzmenge eine stabile Entwicklung der Rohertragsmarge. Für
das Kalenderjahr 2010 seien bereits Verkaufsverträge über 120.000 Tonnen
Biodiesel abgeschlossen worden; ausschlaggebend sei die Gewinnung eines
weiteren Mineralölproduzenten als Kunden. „Die Ölmühle mit einer Kapazität
von 42.000 Jahrestonnen sowie die Biodieselanlage Werk III mit einer
Kapazität von 100.000 Tonnen werden damit voll ausgelastet sein“, kündigte die Konzernspitze an. Für die zweite Biodieselanlage mit einer Kapazität von 30.000 Tonnen sei eine Auslastung zu zwei Dritteln geplant.

EOP Biodiesel AG: ISIN DE000A0DP374 / WKN A0DP37
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