Erneuerbare Energie

Biogasregister Deutschland startet im November

Ab Mitte November können sich Produzenten, Händler, Verbraucher und Sachverständige im "Biogasregister Deutschland" der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) registrieren lassen. Die internetbasierte Plattform soll nach deren Angaben einen branchenübergreifenden Standard für den Nachweis der Herkunft und der unterschiedlichen Eigenschaften von aufbereitetem Biogas im Erdgasnetz (Biomethan, Bioerdgas) schaffen.Dies Registrierung erfolgt auf der Internetseite Opens external link in new windowwww.biogasregister.de.

"Das Biogasregister ist ein entscheidender Baustein, um die  Erzeugung und Nutzung von Biomethan im Erdgasnetz in Deutschland  voranzubringen", erklärte dena-Geschäftsführer Andreas Jung. "Jetzt  können alle Akteure einfach, günstig, verlässlich und transparent  ihrer Nachweispflicht nachkommen. Das ist eine wichtige Voraussetzung für einen liquiden Markt." Um das Ausbauziel der  Bundesregierung zu erreichen, müsste die Zahl der Biomethananlagen  von heute 70 auf über 1400 im Jahr 2020 steigen.

Mit Hilfe des Biogasregisters können Produzenten, Händler und  Verbraucher dokumentieren, welche Art von Biogas sie anbieten oder  verwenden, wie viel davon ins Erdgasnetz eingespeist und wie viel  entnommen wird. Produzenten buchen ihre Mengen in das Register ein.  Unabhängige Gutachter prüfen die Angaben. Die Nutzer des Registers  können Biogasmengen handeln und aufteilen. Die Endverbraucher  erhalten als Beleg einen Auszug aus dem Register mit allen relevanten Daten und können damit die vom Gesetzgeber vorgesehenen Erstattungen  und Vergütungen beantragen.

Biogas wird in Deutschland je nach Herkunft und Verwendung  unterschiedlich geregelt und gefördert, unter anderem durch das  Erneuerbare-Energien-Gesetz, das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz und das Biokraftstoffquotengesetz. Es kann aus nachwachsenden Rohstoffen  wie Holz oder Ackerpflanzen oder aus biogenen Reststoffen wie Küchen- oder Schlachtabfällen gewonnen werden. Manche Hersteller achten  besonders auf nachhaltige Kriterien wie Landschaftspflege oder  Vermeidung von CO2-Emissionen. Aufbereitetes Biogas ist wie Erdgas  vielseitig verwendbar: zur Erzeugung von Strom und Wärme,  vorzugsweise in effizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, oder als  Kraftstoff für Erdgasfahrzeuge.

Das Konzept für das Biogasregister hat die dena im Jahr 2009 mit  Unterstützung des Bundesumweltministeriums und im Dialog mit  Marktteilnehmern und Experten aus Politik und Wirtschaft entwickelt. Die Realisierung wird von 14 führenden Unternehmen aus der Biogas-  und Energiebranche unterstützt.
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