Anlage zur Produktion von Bioethanol von CropEnergies. / Quelle: Unternehmen

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Biokraftstoffhersteller CropEnergies erleidet Gewinneinbruch

Trotz eines deutlich erhöhten Absatzes hat der Biokraftstoffhersteller CropEnergies AG im 1. Halbjahr 2013/14 einen Ergebniseinbruch erlitten. Wie das Unternehmen aus Mannheim bekannt gab, ist der Konzernumsatz vom 1. März bis zum 31. August 2013 gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf 372 Millionen Euro gestiegen. Das sei durch den erhöhten Absatz von Bioethanol und auch von eiweißhaltigen Lebens- und Futtermitteln gelungen. Aber gestiegene Rohstoffkosten und Belastungen durch Hochwasserschäden in Zeitz nebst zusätzlicher Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten hätten jedoch das Ergebnis stark belastet. CropEnergies verzeichnete ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 26 Millionen Euro. Es ist damit um 30 Prozent geringer ausgefallen als im Vorjahreszeitraum.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2013/14 bestätigte die börsennotierte Tochter des Südzucker-Konzerns das Wachstumsziel beim Umsatz von 10 bis 20 Prozent. Dies werde maßgeblich durch den Erwerb der britischen Ensus Limited und die dadurch steigenden Produktions- und Absatzmengen gelingen. Derzeit würden finale Reinigungs- und Optimierungsarbeiten durchgeführt, um die Anlage im britischen Wilton anschließend in Betrieb zu nehmen. Für das gesamte Geschäftsjahr 2013/14 erwartet CropEnergies unverändert ein operatives Ergebnis zwischen 40 und 50 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch 87 Millionen Euro erreicht.

Vor rund zwei Monaten hatte die Unternehmensführung ihre Jahresprognose für das Ergebnis gekappt. Sie begründete dies mit der Belastung durch  Übernahme des britischen Mitbewerbers Ensus Ltd. aus Yarm vom US-Investor Carlyle Group, der durch die Transaktion Anteilseigener von CropEnergies geworden ist. Die ermögliche zwar im laufenden Jahr einen deutlichen Umsatzanstieg. Das bisher bisher prognostizierte EBIT von 50 bis 60 Millionen Euro sei aber nicht mehr zu erreichen. Zum Vergleich: Allein den ersten neun Monaten des Vorjahres hatte der Biokraftstoffhersteller 70 Millionen Euro EBIT erzielt.

Das neue Werk in England soll den Planungen des Vorstands zufolge im zweiten Jahr nach der Übernahme schwarze Zahlen schreiben und den Konzernumsatz „mittelfristig auf eine Milliarde Euro“ steigern.

Die Börsianer reagierten gelassen auf den Gewinneinbruch. Die Aktie von CropEnergies hielt sich am Morgen im Xetra bis 10 Uhr stabil bei 6,2 Euro. Damit notiert sie weiterhin rund 46 Prozent über dem Vorjahreskurs.

CropEnergies AG:  ISIN DE000A0LAUP1 / WKN A0LAUP
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