24.01.14 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Bosch hat im Solargeschäft erneut massive Verluste erlitten

In diesem Jahr will sich der Technologiekonzern Bosch endgültig aus dem  Geschäft mit Photovoltaik verabschieden. Er hatte dies im ersten Quartal 2013 angekündigt, nachdem hier von 2008 bis 2012 Verluste in Höhe von 2,4 Milliarden Euro erwirtschaftet worden waren. Bosch geht nach eigenen Angaben davon aus, dass hier in 2013 ein weiterer Verlust in Höhe von 1,3 Milliarden Euro angefallen ist. Dazu trug zum einen die Solarsparte in Arnstadt bei, deren Produktionskapazitäten im Februar die SoalrWorld AG aus Bonn übernehmen soll. Das hatten die beiden Unternehmen vereinbart (wir  berichteten darüber). Es wird kolportiert, dass Bosch der SolarWorld für die Übernahme sogar viel Geld zahlt, von bis zu 130 Millionen Euro ist die Rede. Der Technologiekonzern lehnte es ab, sich dazu zu äußern.

Zum anderen belastete noch einmal die aleo solar AG die Bilanz des Mutterkonzerns, der mit einem Aktienanteil von 90,7 Prozent deren Hauptaktionärin ist. Bosch hat zwar im März 2013 aufgrund der hohen Verluste im Solargeschäft angekündigt, die gesamte Sparte und damit auch sein Engagement bei dem Solartechnikhersteller mit Sitzen in Oldenburg und Prenzlau aufzugeben, ihm aber eine Finanzierung der Geschäfte bis März 2014 zugesagt. Dies geschah in der Hoffnung, dass ein Käufer die aleo solar AG übernehmen würde. Diese hat sich aber bislang nicht erfüllt. Der Solartechnikhersteller hat nach eigenen vorläufigen Berechnungen zudem im Geschäftsjahr 2013 einen weiteren Umsatzeinbruch um 55,5 Prozent auf nur noch 124,5 Millionen Euro erlitten. Trotz eines strengen Sparkurses hatte sich der operative Verlust der aleo solar AG gegenüber 2012 auf 69,7 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

aleo solar AG: ISIN: DE000A0JM634 / WKN A0JM63
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