Die Eisbären am Polarkreis spüren schon heute die Auswirkungen des Klimawandels. / Quelle: Fotolia

01.12.14 Erneuerbare Energie

Bringt der 20. Weltklimagipfel endlich den Durchbruch?

Heute beginnt in Lima, der Hauptstadt des Andenstaates Peru, der bereits 20. Weltklimagipfel. An dieser so genannten UN-Vertragsstaatenkonferenz (COP20) wollen Vertreter aus 194 Ländern in den kommenden zwölf Tagen die Grundzüge eines globalen Klimavertrags aushandeln, der Ende 2015 in Paris unterzeichnet werden soll. Es handelt sich um die voraussichtlich letzte Chance, dass sich die Weltgemeinschaft rechtzeitig auf einen Durchbruch beim internationalen Klimaschutz verständigt, um die Erderwärmung auf die Höchstmarke von zwei Grad Celsius zu begrenzen. Laut dem Weltklimarat der UN drohen weltweit katastrophale Folgen, wenn diese Marke überschritten wird.

Die letzten Klimakonferenzen hatten die Erwartungen stets enttäuscht. Dennoch gibt es für die aktuelle Konferenz leichte Hoffnungsschimmer. Denn vor wenigen Wochen haben sich China und die Vereinigten Staaten, die beiden größten Klimaverschmutzer der Welt, erstmals auf Schritte gegen die Folgen des Klimawandels geeinigt. „Die gemeinsame Ankündigung der USA und China ist ein Wendepunkt. Jetzt sind auch alle anderen großen Atmosphärenverschmutzer gefordert, mutige Klimaziele vorzulegen“, sagt dazu Martin Kaiser, Leiter der internationalen Klimapolitik von Greenpeace. Er sieht nun die deutsche Bundesregierung unter Handlungsdruck: „Kanzlerin Merkel und Wirtschaftsminister Gabriel müssen ein Gesetz zum langfristigen Kohleausstieg vorlegen. Nur so kann Deutschland sein 40-Prozentziel bis zum Jahr 2020 sicher erreichen und sich in Lima wieder an die Spitze der Klimabewegung setzen", so Kaiser.
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