29.12.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Britische Betreiberin von Klimabörsen wartet mit Erfolgsmeldung auf

Ein Lichtblick für die britische Betreiberin von Klimabörsen, Climate Exchange plc (CLE). Das Unternehmen meldet einen stark belebten Handel an der von ihr betriebenen European Climate Exchange (ECX). Die europäische Klimabörse in Amsterdam hat nach ihren Angaben in diesem Jahr erstmals mehr als fünf Milliarden Tonnen CO2-Äquivalente umgeschlagen. Dabei entfielen 4,2 Milliarden Tonnen auf Emissionsrechte im EU-weiten Emissionshandel und 0,8 Milliarden Tonnen auf den Handel mit Emissionsgutschriften aus Klimaschutzprojekten in Schwellen- und Entwicklungsländern. Diese Menge entspricht einem Wachstum im Vergleich zum Vorjahr um über 80 Prozent.

Die ECX ist nicht nur die weltweit führende Klimabörse, sondern auch Haupteinnahmequelle der Muttergesellschaft CLE. Die Zukunftsaussichten des Emissionshandels wurden durch das Scheitern der Weltklimakonferenz in Kopenhagen stark eingetrübt. Dieser basiert auf Regeln, die im Klimaschutzabkommen von Kyoto festgelegt wurden. Dafür sollte im Kopenhagen ein Nachfolgeabkommen eingestielt und damit der Startschuss für einen Ausbau des weltweiten Emissionshandels gegeben werden. Die Unsicherheit über die Zukunft des Handels mit Emissionsrechten belastet die Aktie der CLE. Sie wird vor allem in London gehandelt und hat sich dort in diesem Monate von rund 800 auf 713 Britische Pfund verbilligt. In Frankfurt notiert der Anteilsschein mit 7,90 Euro heute Mittag rund neun Prozent unter dem Vorjahreswert.

Climate Exchange plc: ISIN: GB0033551168
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