Aufbau einer Enercon-Anlage. Anleger können über die Bürgerbeteiligung in zwei Windkraftanlagen des ostfriesischen Windradbauers investieren. / Foto: Unternehmen

  Anleihen / AIF

Bürgerbeteiligung per Nachrangdarlehen an Windpark

Privatanleger aus ganz Deutschland können sich ab sofort über Nachrangdarlehen an einem Windpark im niedersächsischen Emsland beteiligen. Projektentwickler ist das Unternehmen Enova mit Sitz in Bunderhee (Gemeinde Bunde).

Mit ihrer Investition von mindestens 500 Euro beteiligen sich die Anleger am Windpark Breddenberg Ohe. Die sogenannte Bürgerbeteiligung hat ein Emissionsvolumen von 300.000 Euro. Anleger erhalten eine feste Verzinsung von 3,75 Prozent pro Jahr. Die Laufzeit ist auf zehn Jahre festgeschrieben, Zinserträge werden erstmalig zum 31. Dezember 2017 ausgezahlt. Die Vermögensanlage "Breddenberg Ohe" kann online gezeichnet werden.

Mit dem Anlegergeld werden zwei neu errichtete Windräder des Typs Enercon E-115 E2 teilfinanziert, sie haben eine Gesamtleistung von 6,4 Megawatt (MW). Für den Windstrom gibt es eine Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2014. Im April und Mai 2017 gingen die Windkraftanlagen ans Netz.

Bei dem Investment handelt es sich um ein Nachrangdarlehen. Das Darlehen ist also im Fall einer Insolvenz mit einem Nachrang gegenüber allen anderen Gläubigern versehen. Bedeutet: Diese Anleger müssen sich bei einer Unternehmenspleite hinten anstellen. Es besteht ein Totalverlustrisiko.

Die Enova-Gruppe ist nach eigenen Angaben seit 1989 im Bereich der regenerativen Energien tätig. 2016 hat die Projektentwicklerin bereits eine Bürgerbeteiligung in Höhe von 400.000 Euro initiiert.
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