22.02.12 Erneuerbare Energie

Bundesminister Rösler und Röttgen einigen sich auf drastische Einschnitte bei der Solarstromvergütung

Die laut dem erst zum Jahresbeginn aktualisierten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für den 1. Juli geplanten Kürzungen der Solarstromvergütung wird vorgezogen. Sie treten bereits zum 1. April in Kraft. Das meldet Handelsblatt Online heute. Bundeswirtschaftsminister Philip Rösler und Bundesumweltminister Norbert Röttgen haben sich laut Handelsblatt darauf geeinigt, dass die Einschnitte je nach Anlagetyp mehr als 30 Prozent betragen sollen. Bislang hatte Röttgen kleine monatliche Kürzungen angestrebt und sich darauf auch mit dem Bundesverband der Solarwirtschaft verständigt (wir Opens external link in new windowberichteten).

Erst zum Jahreswechsel war die deutsche Solarstromvergütung um 15 Prozent gesunken. Bislang strebte Röttgen übers Jahr hinweg weitere Kürzungen zum zusammen etwa 24 Prozent an. Die FDP und einflussreiche Stimmen aus dem Unionslager hatten auf stärkere Einschnitte gedrängt.

Morgen wollen die Bundesminister sich bei einer Pressekonferenz konkret zu ihren Plänen äußern, so das Handelsblatt. An der Börse gerieten die Aktienkurse von Solarunternehmen schnell und deutlich unter Druck: SolarWorld verlor bis 18 rund 3,6 Prozent, die deutsch-britische PV Crystalox  - 5 Prozent an Wert. Noch stärker gaben einige Anteilsscheine von chinesischen Solarherstellern nach: die Aktie von Suntech verbilligte sich um 5,2 Prozent, das Papier von JA Solar um 6 Prozent und der Anteilsschein von Yingli Green Energy um 7,6 Prozent.
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