02.05.12 Erneuerbare Energie

Bundesnetzagentur: Zahlreiche neue Solaranlagen in Deutschland

Zahlreiche neue Solaranlagen sind in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres ans deutsche Stromnetz angeschlossen worden. Das geht aus vorläufigen Zahlen der Bundesnetzagentur hervor. Demnach wurden in den ersten acht Wochen 2012 Photovoltaikanlagen mit insgesamt 650 Megawatt (MW) Leistungskapazität installiert. 450 MW davon sind der Bundesnetzagentur zufolge im Januar angeschlossen worden, weitere 200 MW im Februar. Trifft diese vorläufige Berechnung zu, bedeutet dies eine deutliche Steigerung der Neuinstallationen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Für die ersten acht Wochen 2011 hatte die Bundesnetzagentur lediglich 366 MW Zubau ermittelt. 266 MW davon sollen im Januar und 100 MW im Februar 2011 installiert worden sein.

Der auf Jahressicht große Unterschied wäre keine Überraschung, denn die von den Bundesministern Norbert Röttgen (CDU, Umwelt) und Philipp Rösler (FDP, Wirtschaft) vorangetriebene neuerliche Kürzung der Einspeisetarife für Sonnenstrom hat Marktbeobachtern zufolge zu einem so genannten Vorzieheffekt am Markt geführt. Das bedeutet, dass Investoren sich bemühen, Solaranlagen noch vor dem angekündigten Stichtag für weiterer Einschnitte in Betrieb zu nehmen, um noch Anspruch auf den alten, höheren Tarif zu haben. Die Experten gehen außerdem davon aus, dass aus diesem Grund im März 2012 die Neuinstallationen nochmals zugenommen haben könnten. Wann die Bundesnetzagentur die Zahlen zum Photovoltaik-Zubau im ersten Quartal veröffentlichen wird, ist offen. Dies geschehe „zu einem späteren Zeitpunkt“, hieß es.   

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