04.09.08 Erneuerbare Energie

Bundesverband Solarwirtschaft: „Solarstrom wird zum Gigatrend bei der globalen Energieversorgung“

Das weltweite Wachstum an den Solarmärkten beschleunigt sich in diesem Jahr deutlich. Das erwartet der Berliner Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), der die Interessen von über 600 Solarunternehmen in Deutschland vertritt. Wie der BSW-Solar zum Abschluss der 23. Europäischen Photovoltaikkonferenz in Valencia meldet, rechnet er für 2008 mit einer Weltmarktgröße von rund 3,6 Gigawatt. Das bedeute ein Plus von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in dem 2,4 Gigawatt Solarstromleistung weltweit neu installiert wurden. Wichtige Wachstumstreiber sind demnach eine global steigende Nachfrage und die in immer mehr Ländern eingeführten staatlichen Förderprogramme für Solarstrom nach dem Vorbild des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Solarstrom entwickele sich damit zunehmend zum „Gigatrend bei der globalen Energieversorgung“.

Laut der Meldung des BSW-Solar gehört Südeuropa zu den weltweit dynamischsten Wachstumsregionen. Für Italien prognostiziert der Verband in diesem Jahr eine Verfünffachung des Marktes auf 250 Megawatt (MW). Auch in Frankreich werde sich der Markt auf 100 MW im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln.

Anziehende Weltmärkte würden steigende Absatzchancen für die exportorientierte deutsche Solarstromindustrie bedeuten, heißt es weiter. Bereits für dieses Jahr rechnet der Verband mit einem Auslandsumsatz von 3,2 Milliarden Euro und einer Exportquote von 46 Prozent. Für 2010 wird ein Anwachsen der Auslandsumsätze auf rund 5,5 Milliarden Euro bei einer Exportquote von rund 56 Prozent prognostiziert.

Solarstrom entwickele sich auch an den Finanzmärkten zum einem globalen Trend. Nach einer Studie der UNEP – United Nations Environment Programme – wurden weltweit im vergangenen Jahr 28,6 Milliarden US-Dollar in Solarenergie investiert. Bei Kapitalzuflüssen aus Venture Capital und Private Equity rangiert Solarenergie erstmals auf dem ersten Rang aller erneuerbaren Energien vor den Biokraftstoffen.

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