Die Capital Stage AG ebtreibt vor allem Solarparks in Deutschland. / Quelle: Unternehmen

10.03.15 Aktientipps , Nachhaltige Aktien , Meldungen

Capital Stage, VTG und Wacker Chemie - massive Kursgewinne für drei grüne Aktien nach Aktientipps von ECOreporter.de

Drei Monate nach unserer neuen Kaufempfehlung hat die Aktie der Capital Stage unser aufgestelltes Kursziel bereits so gut wie erreicht. ECOreporter.de hatte am 5. Dezember in einem  Aktientipp  erneut zum Kauf des Anteilsscheins geraten, mit Kursziel 5,5 Euro. Damals war das Wertpapier mit 4,4 Euro gehandelt worden. Heute um 10 Uhr notiert es im Xetra mit 5,4 Euro. Seit unserer  Kaufempfehlung vom März 2014  hat sich die Aktie sogar um satte 37 Prozent verteuert.

Der im SDAX-notierte Hamburger Solar- und Windparkbetreiber hat jetzt das Vertrauen der Börsianer bestätigt und starke vorläufige Zahlen für 2014 veröffentlicht. Demnach steigerte das Hamburger Unternehmen den Jahresumsatz gegenüber 2013 um rund 37 Prozent auf 77,8 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg überproportional um rund 70 Prozent auf insgesamt 85,3 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde um rund 46 auf 46,4 Millionen Euro verbessert, das Konzernjahresergebnis vor Steuern (EBT) um über 50 Prozent auf 23,8 Millionen Euro. Diesen vorläufigen Berechnungen zufolge hat Capital Stage im Geschäftsjahr 2014 die Gesamtjahresprognose übererfüllt.

Die endgültigen Finanz- und Ertragskennzahlen zum Geschäftsjahr 2014 will Capital Stage am  31. März 2015 veröffentlichen. Wir raten dazu, bis dahin die Beteiligung zu halten. Erst dann lassen sich die weiteren Aussichten des Unternehmens und seiner Aktie einschätzen.

Weiter grünes Licht für die Eisenbahn-Aktie VTG AG

Vor einem Jahr hatten wir auch über die VTG AG einen Aktientipp veröffentlicht. Danach hat der Anteilsschein der auf Schienenlogistik und die Vermietung von Eisenbahnwaggons spezialisierten Gesellschaft aus Hamburg rund 60 Prozent an Wert gewonnen. Vor wenigen Tagen haben wir erneut zum Kauf der VTG-Aktie geraten (hier  gelangen Sie zu dem Beitrag, der auch mit der Kaufempfehlung vom März 2014 verbunden ist). Dieser Einschätzung schließt sich auch Wolfgang Donie an, Analyst der Nord LB. Er begrüßt unter anderem, dass die Hambruger durch die Übernahme der AAE – Ahaus Alstätter Eisenbahn Holding ihre Kapazitäten im Bereich Waggonvermietung deutlich ausbauen. Das werde "erheblich positive Ergebniseffekte“ haben und die Wachstumsdynamik der VTG verbessern. Auch würde sie davon profitieren, wenn es zu einer nachhaltigen Entspannung im Ukraine-Konflikt komme. In der Region waren die Geschäfte der VTG nahezu völlig zum Erliegen gekommen. Donie nennt bei seiner Kauf-Empfehlung als Kursziel 26,5 Euro. Der Anteilsschein wurde heute um 10 Uhr bei 23,5 Euro gehandelt.

Bildhinweis: Waggons der VTG im Einsatz. / Quelle: Unternehmen

Bei seiner Empfehlung hat Donie noch nicht einmal einkalkuliert, dass die VTG ihr Waggongeschäft jetzt nochmals ausbaut. Wie sie jetzt bekannt gab, beteiligt sie sich gemeinsam mit der ZSSK CARGO und einem weiteren Investor an der Cargo Wagon a.s. Diese verfüge über Güterwagenparks der slowakischen Staatsbahn ZSSK CARGO. VTG sowie die Investorengruppe übernehmen den Angaben zufolge jeweils 33 Prozent der Anteile und investieren zusammen rund sieben Millionen Euro in das Eigenkapital der Gesellschaft, während 34 Prozent bei der ZSSK CARGO verbleiben. Das Fremdkapital werde der Cargo Wagon a.s. von einem internationalen Bankenkonsortium zur Verfügung gestellt. Grundlage für den Einstieg der VTG bei Cargo Wagon und damit der Übernahme der Güterwagen von ZSSK CARGO war eine europaweite Ausschreibung des slowakischen Verkehrsministeriums im Jahr 2014, für die damals die neue VTG-Tochter AAE den Zuschlag erhalten hatte. Die AAE koopriere bereits 2001 mit der slowakischen Staatsbahn.

Nur noch wenig Luft nach oben für die Solaraktie Wacker Chemie AG?

Vor rund sechs Wochen veröffentlichten wir einen  Aktientipp  über die Aktie des Solarzulieferers Wacker Chemie AG aus München. Anlass war damals die deutlich verbesserten Zahlen des Unternehmens für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2014 gewesen. Seither hat sich der Anteilsschein der Wacker Chemie von 92,50 Euro auf 113,7 Euro verteuert, also um rund 19 Prozent.

Christoph Schöndube ist Analyst der WGZ Bank. Er sieht jetzt nur noch begrenztes Kurspotentail für die Aktie der Wacker Chemie AG. Daher empfiehlt er, die Beteiligung zu halten. Als Kursziel nennt er 115 Euro. Schöndube rechnet zwar für das Unternehmen mit einer weiter positiven Nachfrage aus der Solarindustrie. Der Konzern gehört zu den größten Produzenten von Solarsilizium, dem wichtigsten Rohstoff für die Produktion von Solarmodulen. Aus dem sandartigen Silizium werden Ingots gebrannt, daraus Wafer geschnitten, um Solarzellen produzieren und diese in Solarmodulen bündeln zu können. Der Analyst gebt jedoch zu bedenken, dass der Preis für Silizium zuletzt „leicht rückläufig“ war.

Bildhinweis: Wacker Chemie produziert Silizium für die Solarbranche. / Quelle: Unternehmen

Capital Stage AG: ISIN DE0006095003 / WKN 609500
VTG AG: ISIN DE000VTG9999 / WKN VTG999
Wacker Chemie AG: ISIN DE000WCH8881 / WKN WCH888
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x