Solarproduktion bei Suntech. Der chinesische Solarsteller hatte in wenigen Jahren die Produktion zu schnell und zu stark aufgebaut. Es kam zu einer Überschuldung und dem Verkauf der Produktion an Shunfeng für rund 483 Millionen US-Dollar. Die will das Produktionsgeschäft nun für 760 Millionen US-Dollar weiterverkaufen. / Foto: Unternehmen

02.06.16 Nachhaltige Aktien , Meldungen

China-Connection: Shunfeng will Solarproduktion abstoßen

Einer der größten Solarhersteller aus China soll abermals den Besitzer wechseln. Shunfeng International Clean Energy Limited (SFCE) will ihren Geschäftsbereich Solarproduktion an einen chinesischen Investor verkaufen. Dazu gehören auch die Fabriken, die sie 2014 von Suntech nach deren Pleite übernommen hat, bis dahin einer der größten Solarhersteller de Welt.

Wie die in Hongkong börsennotierte SFCE in einer Erklärung bekannt gab, will der Großinvestor Kin Ming Cheng die Solarproduktion für einen Kaufpreis von umgerechnet rund 760 Millionen US-Dollar übernehmen. Er ist nach deren Angaben ein bedeutender Aktionär von SFCE. Zudem hält er eine Beteiligung am chinesischen Solarhersteller LDK Solar. Wie es heißt, will SFCE sich im Bereich Photovoltaik künftig auf den Betrieb von Solarkraftwerken konzentrieren und ein Spezialist für klimaschonende Energielösungen werden. In Europa ist der Konzern unter anderem seit der Übernahme der insolventen S.A.G. Solarstrom AG aktiv.

SFCE war in wenigen Jahren durch Zukäufer zu einem der größten Produzenten von Solarzellen und -modulen aufgestiegen. Insbesondere durch den Erwerb von Suntech aus Wuxi erreichte der Konzern zuletzt eine Produktionskapazität von rund 2.300 Megawatt (MW). Bis Ende 2015 hatte er zudem ein Portfolio von Solarparks mit einer Gesamtkapazität von rund 1.800 MW aufgebaut, die sich überwiegend in China befinden.

Laut SFCE gibt es mit Kin Ming Cheng über die von ihm kontrollierte Asia-Pacific (China) Investment Management Ltd. eine noch nicht rechtsverbindliche Absichtserklärung über den Verkauf. SFCE bündelt die Solarproduktion in der Jiangsu Shunfeng Photovoltaic Technology Company Limited. Diese wolle Kin Ming Cheng vollständig übernehmen, hieß es.
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