Die Wacker Chemie AG aus München gehört zu den weltweit wichtigsten Herstellern von Silizium für die Photovoltaik-Industrie. Silizium ist ein maßgeblicher Grundstoff für kristalline Solarmodule. / Quelle: Unternehmen.

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China erhebt weitere Importzölle auf US-Silizium

Zusätzlich zu den bereits bestehenden Importzöllen auf hochreines Silizium aus den USA erhebt das chinesische Handelsministerium weitere Anti-Dumping-Zölle für Solarsilizium-Hersteller. Das chinesische Ministerium verkündete im Internet, dass einige US-Solarsiliziumhersteller ab dem 20. September 2013 einen zusätzlichen Anti-Dumping-Zoll in Höhe von 6,5 Prozent entrichten müssen.

Bereits im Juli 2013 hatte das Handelsministerium wesentlich höhere Importzölle auf hochreines Silizium aus den USA und Korea eingegührt, eine Reaktion auf die Importzölle, für chinesische Solartechnik ín die USA, die bereits  seit 2012 und ein darauf folgendes Anti-Dumping-Verfahren der EU-Kommission, dass mit einem Kompromiss endete, der auf endgültige Importzölle verzichtet (ECOreporter.de berichtete hier (Link entfernt) und hier). Seit Juli 2013 wird für Silizium made in USA zwischen 53,3 und 57 Prozent Einfuhrzoll fällig.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters sind von der neuerlichen Abgabe Hemlock Semiconductor Corp und AE Polysilicon Corp. betroffen. Andere Hersteller, wie REC Solar Grade Silicon LCC, REC Advanced Silicon Materials LCC – beides US-Sparten des norwegischen Solarkonzerns Renewable Energiy Corp (der allerdings vor der Aufspaltung steht) - und MEMC Pasadena Inc. sind dem Bericht zufolge nicht betroffen.


Zum Hintergrund: Mit der Krise der Solartechnikhersteller gerieten auch die Rohstoffzulieferer der Branche verstärkt in Bedrängnis, weil die Produktionskapazitäten, die in den Zeiten des schnellen Wachstums aufgebaut worden waren, nicht mehr in dem Maße gebraucht wurden, wie kalkuliert. Auch auf dem Silizium-Spotmarkt entstand ein Überangebot, dass die Preise in den vergangenen Jahren ähnlich rasant fallen lies, wie bei Solarmodulen.
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