22.09.11 Erneuerbare Energie

China erhöht die Ausbauziele für Erneuerbare Energien

China will bei der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien weiter klotzen. Das sieht laut dem China Securities Journal ein neuer Regierungsplan vor. Demnach hat die Regierung in Peking jetzt die Zielvorgaben für den Einsatz regenerativer Energien angehoben. Bis 2015 sollen 9,5 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden. Die Windkraft wird dazu laut dem Plan mit 100 Gigawatt (GW) Stromleistung den Löwenanteil beisteuern. Derzeit sind es noch 13,9 GW. Zum Vergleich: Im Durchschnitt erreicht ein Kernkraftwerk eine Kapazität von einem GW. Allerdings gibt es beim Ausbau der chinesischen Windkraft schon heute große Probleme mit dem Netzanschlüssen, etwa jede dritte aufgestellte Anlage hat noch keinen Zugang zum Stromnetz.

 Auch die Kapazitäten im Bereich der Wasserkraft sollen ausgebaut werden, von derzeit 210 auf 290 GW. Die größte Kraftanstrengung plant die Regierung bei der Photovoltaik. Hier soll die Leistung von derzeit 0,7 auf 10 GW ansteigen. 2020 sollen in der Volksrepublik sogar Solaranlagen mit einer Kapazität von 50 GW installiert sein. Das ware dann 71 mal so viel wie heute.

Der Fokus beim Ausbau der einheimischen Photovoltaik liegt im neuen Regierungsplan auf dem Aufdachanlagen-Segment. Der vorgestellte Plan sieht vor, bis zum Jahr 2015 drei Gigawatt und bis 2020 25 Gigawatt an PV-Aufdachanlagen zu installieren. Ende 2010 beliefen sich die chinesischen Aucfdach-Kapazitäten auf lediglich rund 0,3 GW.

Der neue Regierungsplan sieht darüber hinaus zum ersten Mal Ziele für die Geothermie sowie für die Nutzung der Gezeiten- und Wellenkraft vor. Zudem schreibt er Quoten zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien bis 2015 für jeden Regierungsbezirk auf Ebene der Provinzen, Städte und Bezirke vor.
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