Produktion von Suntech in China: Chinesische Hersteller von Solarzellen und -modulen haben ihre Ausfuhren im vierten Quartal 2017 massiv erhöht. / Foto: Unternehmen

20.02.18 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Chinas Solarhersteller: Hohe Importe in die USA

Schon im Vorfeld haben sich die Importzölle für Solar-Produkte in den USA ausgewirkt: Im vierten Quartal 2017 haben viele chinesische Hersteller noch schnell Solarzellen und Solarmodule in das Land exportiert. Im Januar 2017 hatte US-Präsident Donald Trump die Zölle verhängt.

Wie Zahlen von Bloomberg New Energy Finance (BNEF) zeigen, waren die US-Solarimporte chinesischer Hersteller im vierten Quartal 2017 elfmal höher als in den ersten neun Monaten. Viele Produzenten hätten zum Jahresende ihre Produkte noch aus China und anderen Ländern in die USA gebracht, um die Importzölle von 30 Prozent auf ihre Einfuhren zu umgehen. Die Einfuhrzölle traten zum 7. Februar in Kraft. Sie sollen in den kommenden Jahren bis auf 15 Prozent abgesenkt werden.

Mehr Einfuhren auch aus Mexiko, Kanada, Vietnam und anderen Ländern

Allein im Oktober 2017 belief sich das Volumen der chinesischen Modulimporte in die USA auf gut 200 Millionen US-Dollar. Im November sind es laut BNEF Einfuhren für etwa 170 Millionen US-Dollar gewesen und im Dezember nochmals für knapp 50 Millionen US-Dollar. Auch aus Mexiko und Kanada verzeichnete BNEF Anstiege um rund 400 Prozent. Photovoltaik-Importe aus Vietnam, Japan, Singapur, Thailand und Südkorea legten zwischen etwa 350 und 200 Prozent zu.

BNEF teilte mit, dass bereits etwa 5 Gigawatt an Photovoltaik-Produkten in Lagerhäusern oder Häfen der USA liegen dürften. Das reiche den US-Entwicklern für etwa sechs Monate. Mit weiteren Lieferungen von Herstellern, die nicht von den Importzöllen betroffen seien - darunter First Solar - könnte es sogar für einen Zeitraum von neun Monaten reichen.
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