Diese Solaranlage in Gescher im westlichen Münsterland hat Colexon bereits 2006 geplant und errichtet. / Quelle: Unternehmen

04.02.14 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Colexon mit zweitem Anlauf zur Übernahme der 7C - doch es fehlt Liquidität

Einmal ist er schon gescheitert, der Versuch des Hamburger Solarprojektierers Colexon Energy AG, die Mehrheit an der belgischen 7C Solarparken NV aus Mechelen zu übernehmen. Nun unternimmt die finanziell angeschlagene Colexon Energy AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen zweiten Anlauf. Anders als beim ersten Versuch Ende 2012, als Colexon die Komplettübernahme des belgischen Solaranlagenbetreibers anstrebte, will die Unternehmensführung jetzt nur 80 Prozent des belgischen Unternehmens übernehmen.

Mit der Übernahme würde Colexon seinen Kraftwerkspark an Solaranlagen im Eigenbetrieb auf 67 Megawatt (MW) Gesamtleistungskapazität bringen. 41 MW davon kämen von 7C hinzu. Dies sieht die Colexon-Führung als wichtigen strategischen Vorteil und als ein Hauptargument dafür, die Übernahme erneut anzustreben. Aktuell ist 7C mit einer 27-prozentigen Beteiligung ein Großaktionär von Colexon. Hinter dieser Beteiligung soll vor allem der Gründer und Chef von 7C stehen, Steven De Proost.

Der erste Versuch der Übernahme war buchstäblich in letzter Minute am Veto der Kleinaktionäre gescheitert, die nach Einsicht von Unterlagen über 7C der ursprünglichen Transaktion nicht mit ausreichender Mehrheit zugestimmt hatten (ECOreporter.de  berichtete).

Die  Zuversicht, dass das Votum der Aktionäre diesmal anders verlaufen könnte, zieht Colexon nach eigenen Angaben aus Gesprächen mit einzelnen Anlegergruppen. Als Bezahlung will Colexon neue eigene Aktien auf den Markt bringen, die den Eigentümern der 7C Solarparken NV angeboten werden sollen. Das Angebot sei bis zum 24. Februar 2014 um Mitternacht befristet, hieß es. Pflichtmitteilungen von 2013 zufolge verteilen sich die Anteile der nicht börsennotierten 7C Solarparken NV auf 30 Aktionäre.

COLEXON Energy AG:ISIN DE0005250708 / WKN 525070
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