22.07.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Conergy ist nicht die einzige - Waferproduzentin MEMC liegt mit weiterer Kundin im Clinch

Der US-amerikanische Hersteller von Solarwafern, MEMC Electronic Materials, muss mit einem weiteren Kunden einen Gerichtsstreit ausfechten. Wie einer Pflichtmitteilung des Unternehmens aus St. Peters im Bundesstaat Missouri zu entnehmen ist, wurde am 20. Juli ein Verfahren vor dem Berufungsgericht in Frederick County im US-Bundesstaat Maryland eröffnet, bei dem sich MEMC und BP Solar gegenüber stehen.


Hierbei geht es um die Auseinandersetzung über Lieferungen von Siliziumpuder von MEMC an BP Solar. Die Kunden klagt, dass die Lieferungen nicht erfolgt seien und fordert Schadensersatz, während MEMC erklärt, dass die Verhandlungen in 2004 nicht zu der geforderten langfristigen Lieferung verpflichteten. Dem Unternehmen zufolge verlangt BP bis zu 140 Millionen Dollar von MEMC. Ein Urteil soll innerhalb von zwei Wochen verkündet werden. Bei einem ungünstigen Verlauf der Verhandlung könne der Ausgang die Geschäftsentwicklung von MEMC negativ beeinflussen, so das Unternehmen.

MEMC befindet sich gegenwärtig auch im Clinch mit der Hamburger Conergy AG. Die strebt an, einen Liefervertrag mit MEMC aufzulösen. Dieser bilde den sehr starken Verfall in den Marktpreisen für Wafer nicht annähernd ab. Eine Chance auf eine gütliche Einigung haben die Parteien am 9. September. Zu dem Termin hat das zuständige Gericht die Parteien zur Auslotung einer Lösung eingeladen.

MEMC Electronic Materials, Inc.: ISIN US5527151048 / WKN 896182

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