Ein Crowdinvesting für den sozialen Mobilfunkanbieter goood ist gestartet, investieren können Anleger über die Crowdfunding-Plattform Green Rocket. / Foto: Pixabay

01.01.70 Anleihen / AIF

Crowdinvestment: Sozialer Mobilfunkanbieter goood geht an den Start

Interessierte Crowdinvestoren können sich an einem neuen Geschäftsmodell im Mobilfunksektor beteiligen: Die goood network holding AG, kurz goood, sammelt ab sofort Geld bei Anlegern ein. Der "soziale Mobilfunkanbieter" will künftigen Kunden nicht nur simple Handytarif-Pakete verkaufen. Zehn Prozent des Paket-Preises gehen an gemeinnützige Organisationen, die Kunden aus einem Pool von derzeit etwa 70 Non-Profit-Organisationen (NPO) wählen können. Unter den gemeinnützigen NPOs, die unterstützt werden, sind zum Beispiel das "Deutsche Kinderhilfswerk" und "Aktion Deutschland Hilft". Zusätzlich werden 25,1 Prozent des Gewinns in zukunftsweisende Social Enterprise Startups reinvestiert, um soziale Projekte zu fördern, teilte goood mit.

https://www.greenrocket.com/goood

Es stellt sich die Frage: Wieso sollten Mobilfunkkunden einen Teil ihrer Rechnung spenden, wenn sie das auch außerhalb eines Handyvertrags tun könnten? "Es ist für sie einfach kein Mehraufwand: Sie können günstig telefonieren und automatisch an Organisationen spenden, die sie jeden Monat neu festlegen dürfen. Es ist für die Kunden ein Add-on", erklärte goood-Sprecherin Anna Ramskogler-Witt gegenüber ECOreporter.de. Zudem könnten die Spender über eine App verfolgen, was mit ihrem Geld erreicht wurde.

Um das Geschäftsmodell zu realisieren, ist noch etwas Startkapital notwendig. Investitionen in die goood network holding AG sind ab einem Betrag von 250 Euro über die Crowdfunding-Plattform Green Rocket möglich. Der Zinssatz liegt bei 4 Prozent, für Early-Bird-Anleger bei 5 Prozent jährlich bei einer Laufzeit von 10 Jahren. Alle Investoren erhalten zusätzlich eine Erfolgsbeteiligung. Die Fundingschwelle liegt bei 70.000 Euro. Marktstart in Deutschland ist diesen Winter 2016/2017, in Österreich im Frühjahr 2017.   

Eine Mitgründerin von goood ist Claudia Winkler, sie war unter anderem Marketing-Chefin bei Telekom Austria. Sie erklärt das Konzept: "Während bei klassischen Mobilfunkanbietern bis zu circa 25 Prozent der Einnahmen in kurzlebige Marketing- & Salesmaßnahmen fließen, spart goood an dieser Stelle. Stattdessen setzen wir auf langfristigen Impact durch Partnerschaften mit Non-Profit-Organisationen, Testimonials und Unternehmen. So schafft goood eine kosteneffiziente Struktur, die es erlaubt, nachhaltig zu wirtschaften."
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