Daldrup ist ein spezialisierter Anbieter von Bohr- und Umweltdienstleistungen. Ein wichtiger Geschäftsbereich ist die Geothermie. / Foto: Daldrup

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Daldrup & Söhne AG: Positives Halbjahresergebnis – Kraftwerk Taufkirchen liefert keinen Strom

Der Bohrtechnik- und Geothermiespezialist Daldrup & Söhne AG hat im ersten Halbjahr 2016 einen Umsatz in Höhe von 7,3 Milionen Euro erwirtschaftet, rund 3,1 Millionen mehr als im Vorjahr. Im Konzern erzielte Daldrup ein operatives Ergebnis (EBIT, Ergebnis vor Zinsen und Steuern) in Höhe von 0,7 Millionen Euro, das EBIT stieg damit um 0,3 Millionen im Vorjahresvergleich. Pro Aktie verbucht der Konzern ein Ergebnis von 0,00 Euro (Vorjahr 0,06 Euro) nach Anteilen anderer Gesellschafter. Der Vorstand geht davon aus, die Prognose für das Geschäftsjahr 2016 mit einer Gesamtleistung von 33 Millionen Euro und einer EBIT-Marge zwischen 2 Prozent und 5 Prozent zu erreichen. Mit einer Eigenkapitalquote von 52 Prozent (31.12.2015: 52,3 Prozent) zeigte sich die Bilanz weiter solide.


Von Januar bis Juni 2016 war die Auftragslage gut. Daldrup profitierte unter anderem von großen, laufenden Bohraufträgen für Geothermieprojekte in den Niederlanden, Belgien und in Deutschland. Die Nachfrage nach Bohrdienstleistungen und schlüsselfertigen Geothermiekraftwerken "zeigte sich von Investorenseite und von Kommunen sehr rege", hieß es.  Im vergangenen Jahr war Daldrup in die Gewinnzone zurückgekehrt.

Wiederinbetriebnahme des Geothermiekraftwerks Landau


Im Jahr 2015 wurde das Kraftwerk Landau in Abstimmung mit den Behörden optimiert. Wann das Geothermiekraftwerk wieder gestartet wird, stehe noch nicht genau fest, sagte Daldrup-Sprecher Falk von Kriegsheim. "Für uns ist wichtig, dass der Hauptbetriebsplan vom Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz im Juli verlängert worden ist. Darin enthalten ist ein überschaubarer Katalog von noch von uns zu leistenden Arbeiten und Dokumentationen. Diese zu erledigenden Aufgaben werden derzeit konsequent abgearbeitet."

Die Einnahmen setzten sich aus der Abnahme des erzeugten Stroms vom Netzbetreiber gemäß EEG-Einspeisevergütung bis 2027 und dem Wärmeverkauf über einen bestehenden Abnahmevertrag mit einem lokalen Stadtwerk zusammen. Betreiberin ist die geo x GmbH.

Inbetriebnahme des Geothermiekraftwerks Taufkirchen voraussichtlich 2017
Wegen defekter Wärmetauscher kann das Geothermiekraftwerk in Taufkirchen derzeit zwar Wärme ins Netz einspeisen, aber keinen Strom erzeugen. "Die Verdampfer wurden vom Lieferanten schadhaft geliefert", erklärt von Kriegsheim. Ein Nachbesserungsversuch des Lieferanten blieb erfolglos. Der Lieferant hafte nur für das von ihm gelieferte Bauteil, darüber hinaus können keine Ansprüche geltend gemacht werden. "Die Priorität liegt derzeit darauf, die Wärmetauscher durch eine renommierte Drittfirma auszutauschen." Der Probebetrieb für die Stromproduktion soll laut Unternehmen 2017 erfolgen. Die Wärmelieferung für die Heizperiode 2016/2017 sei gewährleistet.

Daldrup rechnet mit Einnahmen aus der Einspeisung von Wärme in die Nahwärmenetze der Gemeinden Oberhaching und Taufkirchen sowie der Abnahme des erzeugten Stroms seitens des Netzbetriebs gemäß der im EEG 2014 festgelegten Einspeisevergütung.
Daldrup & Söhne AG: ISIN DE0007830572 / WKN: 783057
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