10.07.12 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Deja vu: Solarparc alias WindWelt erneut verkauft

Die SolarWorld AG hat Projektierer Solarparc AG vollständig vollständig übernommen. Wie der Solarkonzern aus Bonn bekannt gab, hat das Amtsgericht Bonn die Aktien der übrigen Aktionäre der Solarparc AG auf die SolarWorld AG in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragen. Die  Minderheitsaktionäre würden nun eine Barabfindung in Höhe von 8,59 Euro je Aktie erhalten. Am 23. Mai 2012 hatte die von SolarWolrd dominierte Hauptversammlung der Solarparc AG den so genannten Squeeze-Out beschlossen, also das Herausdrängen der letzten Aktionäre gegen eine Barabfindung.

Damit wiederholt sich die Geschichte. Denn bis 2005 firmierte die börsennotiert Solarparc AG als WindWelt AG. Die gehörte in 2002 zu 87 Prozent der SolarWorld AG, die damals ihre Beteiligung an die Eifelstrom GmbH verkaufte, die wiederum der Solar Holding Beteiligungsgesellschaft mbH gehört. Und die war die Familienholding von SolarWorld-Chef Frank Asbeck. Damals befragte ECOreporter.de Asbeck zu der Transaktion (per Opens external link in new windowMausklick gelangen Sie zu dem Beitrag).

Später wurde das Projektgeschäft der WindWelt von der Wind- auf die Solarenergie umgestellt, das Unternehmen in Solarparc AG umfirmiert. Seither, seit dem Sommer 2005, hat sich der Aktienkurs des Unternehmens etwa halbiert. Im November 2011 war die SolarWorld mit weniger als 30 Prozent an dem Projektierer beteiligt. Die Beteiligung der Eifelstrom GmbH war auf 50,1 Prozent abgeschmolzen.

Da kündigte die SolarWorld die freundliche Übernahme der Solarparc AG an, durch den Tausch gegen auf den Inhaber lautenden Aktien von SolarWorld, an der Konzernchef Asbeck knapp 30 Prozent der Anteile hält. SolarWorld zahlte bei diesem Angebot einen Aufschlag von rund 26 Prozent je Solarparc-Aktie. Im Frühjahr gehörten der SolarWorld AG mehr als 95% des Grundkapitals der Solarparc AG.

Solarparc AG: ISIN: DE0006352537/ WKN 635253
SolarWorld AG:  ISIN DE0005108401 / WKN 510840
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