01.10.09 Anleihen / AIF

Deutsche Beteiligungsgesellschaften investieren erfolgreich in Cleantech-Unternehmen

Die deutsche Kapitalbeteiligungsgesellschaften haben das Entwicklungspotential der Clean Tech Branche frühzeitig erkannt und wesentlich zur Performance des Sektors beigetragen. Das ist der Tenor eines Beitrags im aktuellen "Investor Brief" des Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK), Berlin. Private Equity-Investitionen im Bereich Cleantech reichten weit zurück und international bekannte Vorzeigeunternehmen der Branche wie Q-Cells seien schon zur Jahrtausendwende mit deutschem Beteiligungskapital finanziert worden, heißt es. Die einheimische Private Equity-Branche habe durch ihr unternehmerisches und finanzielles Engagement nicht nur einen maßgeblichen Anteil am Erfolg und der Marktposition der deutschen Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien und Klimaschutz. Gleichzeitig hätten Investoren am rasanten Wachstum zahlreicher deutscher Cleantech-Unternehmen teilhaben und attraktive, überdurchschnittliche Renditen erzielen können.
Laut dem „Renewable Energy Attractiveness Index“ von Ernst & Young belege Deutschland zusammen mit den USA Platz eins bei der Attraktivität für erneuerbare Energien, was die Bewertung von Technologien und Infrastruktur betrifft. Dies würden auch die weltweiten Venture Capital- Gesellschaften bestätigen. Im aktuellen „Global trends in venture capital 2008 survey“ von Deloitte & Touche seien 400 Venture Capital- Manager weltweit nach den attraktivsten Standorten weltweit für diverse Technologiefelder befragt worden. Dabei rangiere Deutschland in den Bereichen Alternative Energien und Medizintechnik auf Rang zwei hinter den USA. Daraus erkläre sich auch die anhaltend hohe Anziehungskraft von deutschen Unternehmen für einheimische und internationale Private Equity-Investoren.
Im Jahr 2008 sei Deutschland noch vor Großbritannien der wichtigste europäische Markt für Venture Capital-Investitionen in Cleantech Unternehmen gewesen. Insgesamt hätten sich die Investitionen mit 383 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Internationale Gesellschaften würden in den letzten Jahren verstärkt investieren, oft zusammen mit deutschen Gesellschaften.
Wie es weiter heißt, hat die deutsche Cleantech-Landschaft nicht nur junge Unternehmen zu bieten. In der Branche habe sich auch ein hochinnovativer deutscher Mittelstand entwickelt, der sich aufgrund seines höheren Reifegrades durch ein reduziertes Risiko bei ebenfalls überdurchschnittlichen Wachstumschancen auszeichne. Die frühen Finanzierungsrunden würden oft von deutschen Beteiligungsgesellschaften bestritten. Internationale Gesellschaften beteiligten sich an der späteren Weiterfinanzierung, wenn ein gestiegener Kapitalbedarf für die weitere Unternehmensentwicklung notwendig werde.
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