Wuppertaler Einkaufszentrum der Deutschen EuroShop AG: Das Unternehmen hat durchwachsene Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr 2016 präsentiert. / Foto: Unternehmen

  Aktientipps, Aktien-Favoriten

Deutsche EuroShop AG mit mauer Jahresbilanz – wie sollten Anleger reagieren?

Nach unser  Kaufempfehlung vom Januar 2017  konnte die Aktie der Deutschen EuroShop nicht zulegen. Nun hat das auf Shopping-Center spezialisierte Unternehmen mit einer schwachen Bilanz für 2016 enttäuscht. Fliegt es aus der Liste der ECOreporter-Favoriten-Aktien? Eine Neubewertung.


Die Deutsche EuroShop aus Hamburg hat durchwachsene Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr 2016 präsentiert. Der Umsatz und das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stiegen gegenüber dem Vorjahr  jeweils nur gering, um rund ein Prozent. Sie kletterten auf 205,1 Millionen Euro (Umsatz) bzw. 178,6 Millionen Euro (EBIT). Das Ergebnis je Aktie verringerte sich sogar. Es fiel um 28 Prozent auf 4,11 Euro.

Der Substanzwert ist gestiegen, die Prognose positiv

Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer in der vorgelegten Bilanz der Deutschen EuroShop AG. Im Vergleich zum Vorjahr wurde demnach der Substanzwert (Net Asset Value) sowie der Substanzwert je Aktie um jeweils 9 Prozent gesteigert. Der Substanzwert ist bei der Immobilienbewertung eine wichtige Kennziffer. Diese beschreibt den sogenannten Inneren Wert eines Unternehmens. Darin fließen etwa der Marktwert, also der Wert der im Bestand befindlichen Immobilienobjekte, sowie Verbindlichkeiten (Schulden) ein.

Gewinn und Umsatz der Deutschen EuroShop AG haben sich laut der Bilanz in 2016 zwar nicht gut entwickelt. Der Substanzwert aber schon. Das Unternehmen hat den Bestand seiner Einkaufszentren ausgebaut, von 19 auf 21 Shopping-Center, und damit seine Einnahmemöglichkeiten erhöht. Das aber gibt der aktuelle Aktienkurs nicht ausreichend wieder. Die Aktie der Deutschen EuroShop AG notiert im Xetra am heutigen 3. Mai nur bei 38 Euro und damit um rund 8 Prozent unter dem Vorjahreskurs.

Für das im MDAX notierte Unternehmen spricht auch die positive Prognose des Vorstands. Dieser geht für das laufende sowie für das kommende Geschäftsjahr 2018 von steigenden Umsätzen und Gewinnen aus. Umsatz und Ergebnis sollen jeweils im einstelligen Prozentbereich steigen.

Steigende Dividende angekündigt

Die Deutsche EuroShop zahlt für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 1,40 Euro je Aktie. Das ist eine Dividendenerhöhung von mehr als 3,5 Prozent. Mit 3,8 Prozent kann sich die Dividendenrendite sehen lassen. Die Ausschüttungsquote für 2016 liegt dennoch nur etwas über 36 Prozent.

Damit hat das Unternehmen noch viel Luft nach oben. Das eröffnet die Möglichkeit weiterer Dividendenerhöhungen, gibt aber auch Spielraum für eine weitere Aufstockung des Immobilienportfolios, oder für den Rückkauf von Aktien oder die Verringerung von Schulden. All dies wäre für Aktionäre von Vorteil, die auf höhere Dividenden oder Aktienkursverbesserungen hoffen dürfen. Das Management hat für die kommenden Jahre bereits weitere Dividendenerhöhungen im einstelligen Prozentbereich angekündigt.

Fazit

ECOreporter hält nicht zuletzt aufgrund der guten Dividendenrendite an der Aktie der Deutschen EuroShop weiterhin fest. Für Langfristanleger sehen wir beim aktuell niedrigen Kurs von 38 Euro sogar eine günstige Kauf-Gelegenheit. Für das Unternehmen spricht außer dem guten Management auch die Treue der Ankeraktionäre, zu denen zum Beispiel die Versandhausfamilie Otto gehört. Diese Aktionäre halten ihre Investments sehr langfristig, nutzen Kursschwächen sogar zum Ausbau der Beteiligung.

Deutsche EuroShop ist eine  ECOreporter-Favoriten-Aktie (Link entfernt)  aus der  Reihe der Mittelklasse-Aktien (Link entfernt).


Deutsche EuroShop AG: ISIN DE0007480204 / WKN 748020
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