Die Deutsche Pfandbriefbank AG finanziert Immobilienprojekte. Das Kapital dafür sammelt sie unter anderen durch die Ausgabe von Pfandbriefen ein. Das ist eine Form von Anleihen, bei denen Grundstücke oder Immobilien als Sicherheit für die Schuldverschreibung dienen. / Foto: Pixabay

14.02.18 Aktientipps , Aktien-Favoriten , Mittelklasse-Aktien

Deutsche Pfandbriefbank AG – Spezialbank für Immobilienfinanzierung

Der Immobilienfinanzierer Deutsche Pfandbriefbank AG zeichnet sich nicht nur durch die hohe Dividende aus, die das im MDAX gelistete Unternehmen an seine Aktionäre ausschüttet. Es überzeugt auch in Sachen Nachhaltigkeit. Die Deutsche Pfandbriefbank AG gehört zu den ECOreporter-Favoriten-Aktien der Kategorie nachhaltige Mittelklasse.

Die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) ist ein Kreditinstitut mit Hauptsitz in Garching bei München. Sie ist aus der Fusion der Pfandbriefbanken DEPFA Deutsche Pfandbriefbank AG und der Hypo Real Estate Bank AG im Juni 2009 entstanden.

Die pbb ist eine Spezialbank für Immobilienfinanzierung und öffentliche Investitionsfinanzierung. Die Refinanzierung erfolgt durch Einlagengeschäfte wie beispielsweise Fest- und Tagesgeld und durch das Emittieren (= ein Wertpapier in Umlauf bringen) von Pfandbriefen.

 

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Privatisierung nach der Finanzkrise

Nach der staatlichen Rettung in der Finanzkrise 2007/2008 musste die Hypo Real Estate Holding AG die Deutsche Pfandbriefbank auf Geheiß der EU-Kommission bis 2015 privatisieren. Der Börsengang der pbb an die Frankfurter Wertpapierbörse fand im Juli 2015 statt. Fast 100 Prozent der Aktien befinden sich in Streubesitz.

Die Deutsche Pfandbriefbank wies im Geschäftsjahr 2018 eine Bilanzsumme von 57,8 Milliarden Euro auf (2017: 58 Milliarden Euro). 3,3 Milliarden Euro Eigenkapital standen 2018 in der Bilanz (2017: 2,9 Milliarden Euro). Der Nettogewinn lag 2018 bei 179 Millionen Euro (2017: 182 Millionen Euro). Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet die pbb einen Vorsteuergewinn von mindestens 190 Millionen Euro (2018: 215 Millionen Euro).

Seit Ende September 2015 ist die Deutsche Pfandbriefbank Mitglied im deutschen Mittelstandsindex MDAX. Die Bank hat Niederlassungen in Eschborn, Berlin, Düsseldorf, Hamburg sowie in Paris, London, Stockholm und Madrid. Ende 2018 beschäftigte die pbb 750 Mitarbeiter.

Dividende: Die pbb zahlt seit ihrem Börsengang 2015 Dividenden. Zuletzt schüttete sie 1,00 Euro (für 2018), 1,07 Euro (2017) und 1,05 Euro (2016) aus. Die Dividendenrendite beträgt (Stand 16.10.2019) sehr hohe 8,2 Prozent. Die Dividendenpolitik der Bank sieht eine Ausschüttung von 75 Prozent der erwirtschafteten Gewinne an die Aktionäre vor.

Nachhaltigkeit: Laut der Nachhaltigkeits-Ratingagentur ISS ESG kommt die Deutsche Pfandbriefbank für nachhaltige Investoren in Frage, da das Unternehmen in seiner Branche zu den Nachhaltigkeitsbesten zähle. Die pbb versucht, Dienstreisen durch Videokonferenzen zu ersetzen. Außerdem will sie vermehrt E-Autos als Dienstwagen anschaffen und den Ressourcenverbrauch minimieren. Die Unternehmenszentrale in Garching ist mit einer Solaranlage und einer Geothermieanlage ausgestattet. Die pbb hat eigenen Angaben zufolge ihre Hauptversammlung 2018 klimaneutral durchgeführt.

K.O.-Kriterien: Keine

Deutsche Pfandbriefbank AG: ISIN DE0008019001 / WKN 801900

 

Stand: 10/2019

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