Bioethanol-Fabrik von CropEnergies aus Mannheim. / Quelle: Unternehmen

03.07.15 Erneuerbare Energie

Deutsche Produktion von Bioethanol wächst

In 2014 ist die deutsche Produktion von Bioethanol im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 Prozent gestiegen und der Verbrauch um 1,9 Prozent. Das meldet der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe). Erzeugt wurde im vergangenen Jahr eine Rekordmenge von 726.881 Tonnen Bioethanol. Dabei ging die noch im Vorjahr stark gestiegene Produktion von Bioethanol aus Industrierüben um 9,1 Prozent zurück. Insgesamt wurden rund 2,6 Millionen Tonnen Industrierüben und 1,5 Millionen Tonnen Futtergetreide zu Bioethanol verarbeitet. 8.205 Tonnen Bioethanol wurden aus sonstigen Stoffen wie Rückständen der Lebensmittelindustrie hergestellt.

Der Absatz der Kraftstoffsorte Super E10 erhöhte sich gegenüber 2013 um 2,0 Prozent auf 2,82 Millionen Tonnen. Die Sorte Super E10 erreichte im gesamten Benzinmarkt einen Anteil von 15,2 Prozent. Rückläufig war dagegen der Absatz der Kraftstoffsorten Normal und Super Plus, die bis zu fünf Prozent Bioethanol enthalten können. Der deutsche Benzinmarkt war 2014 erstmals seit Jahren nicht rückläufig und erzielte einen Absatz von 18,5 Millionen Tonnen. Das ist ein leichter Zuwachs von 0,6 Prozent. Bioethanol hatte einen Anteil am gesamten Benzinmarkt von 6,3 Prozent. Er ist damit leicht rückläufig. Im Vorjahr hatte der Anteil 6,2 Prozent betragen.

Für 2015 erwartet der BDBe eine positive Entwicklung. Er geht davon aus, dass sich die seit dem 1. Januar 2015 geltende Pflicht der Mineralölwirtschaft zur Minderung des CO2-Ausstoßes von Kraftstoffen um 3,5 Prozent besonders positiv auf den Absatz von deutschem Bioethanol auswirken wird. Mit 60 bis 70 Prozent CO2-Minderung sei deutsches Bioethanol der für die CO2-Minderung effizienteste und wettbewerbsfähigste Biokraftstoff. Die Anhebung der Pflicht zur Minderung des CO2-Ausstoßes von Kraftstoffen auf 4,0 Prozent ab dem Jahr 2017 und auf 6,0 Prozent ab dem Jahr 2020  werde Absatz von deutschem Bioethanol weiter beflügeln, so der Verband.
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