07.02.13 Anleihen / AIF

Deutsche Sachwert Kontor (DSK) Emissionshaus GmbH aufgelöst - Biogasfonds rückabgewickelt

Erst vor einem Jahr hatte die 2010 gegründete die Deutsche Sachwert Kontor (DSK) Emissionshaus GmbH ihren zweiten Biogasfonds auf den Markt gebracht. Nach Angaben der Geschäftsführung ist das Unternehmen aus Erding in Bayern nun aufgelöst worden. Sie begründet dies mit der neuen Regulierung von geschlossenen Fonds. Sie bezieht sich damit auf das seit dem 1. Juni 2012 auch für den Vertrieb von geschlossenen Fonds geltende Wertpapierhandelsgesetz, das höhere Anforderungen an den Vertrieb eingeführt hat (wir Opens external link in new windowberichteten) und die Verunsicherung über den Entwurf des Bundesfinanzministeriums zum AIFM-Umsetzungsgesetz (per Opens external link in new windowMausklick erfahren Sie mehr darüber).

Die Gesellschaft hatte in ihrer kurzen, rund dreijährigen Unternehmensgeschichte zwei Biogasfonds auf den Markt gebracht. DSK AG-Vorstand Curt-Rudolf Christof erklärte auf Nachfrage von ECOreporter.de: „Durch die 2013 in Kraft tretenden neuen Regelungen (Finanzierungsbegrenzung, Administration, Mindestzeichnungssummen) würde sich die Attraktivität unserer Fonds verschlechtern. Aus Verantwortung werden wir keinen neuen Fonds auflegen und uns wieder stärker auf unser Kerngeschäft Immobilie konzentrieren.“ Das Kerngeschäft Immobilie wird von der DSK AG betrieben, die laut Internetseite ein „Spezialanbieter von hochwertigen Denkmalschutz-Liegenschaften und attraktiven Neubau- und Zweitmarktangebote in zentrumsnahen Lagen von Leipzig sowie weiterer interessanter Metropolen in Bayern und Baden-Württemberg ist“.

Im Februar 2012 hatte ECOreporter.de den zweiten Biogasfonds des DSK Emissionshauses analysiert und auf bestehende Unsicherheiten hingewiesen (Opens external link in new windowhier gelangen Sie zu dem ECOanlagecheck). Auf Nachfrage von ECOreporter.de erklärte Christof nun: „Der Fonds wurde vor Schließung rückabgewickelt. Hintergrund war, dass der Betreiber (Landwirt) die Anlage doch lieber ohne Fonds haben wollte. Die Anleger hatten die Gelegenheit bekommen, das eingelegte Kapital in ein Nachrangdarlehen mit sechs Jahren Laufzeit umzuwandeln oder das Kapital ausgezahlt zu bekommen. Die Auszahlung erfolgte sofort, nachdem die Entscheidung des Anlegers bei uns einging. Die Anleger erhielten 100 Prozent der Einlage und das komplette Agio zurück plus einer Verzinsung von zwei Prozent. Die Vermittler durften Ihre Provision vollständig behalten.“
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