10.06.10 Erneuerbare Energie

Deutscher Turbinenhersteller rüstet Offshore-Windpark aus – 288 Megawatt Gesamtleistung

Einen Vertrag zur Lieferung von 80 Windkraftanlagen mit einer Leistung von je 3,6 Megawatt (MW) haben der Energiekonzern Energie Baden-Württemberg (EnBW) und und der Turbinenbauer Siemens Energy unterzeichnet. Die Windräder haben einem Rotordurchmesser von je 120 Metern und sind für den Offshore-Windpark EnBW Baltic 2. Der Auftrag mit einem Volumen im dreistelligen Millionenbereich ist der erste Meilenstein zur Realisierung des zweiten kommerziellen Offshore-Windparks Deutschlands in der Ostsee.

EnBW Baltic 2 (ehemals Kriegers Flak) liegt rund 32 Kilometer nördlich der Insel Rügen in der westlichen Ostsee auf einem Areal von rund 27 Quadratkilometern. Mit den ersten maritimen Baumaßnahmen soll bereits 2012 begonnen werden. EnBW Baltic 2 wird mit 80 Windkraftanlagen mit jeweils 3,6 MW eine Gesamtleistung von 288 MW umfassen. Der Offshore-Windpark wird jährlich 1.200 Gigawattstunden Strom für rund 340.000 Haushalte erzeugen und 900.000 Tonnen CO2 einsparen. EnBW Baltic 2 wird voraussichtlich 2013 ans Netz gehen.

„Die heutige Vertragsunterzeichnung ist ein wichtiger Schritt für den Ausbau unseres Offshore-Windkraftbereichs. EnBW Baltic 2 wird rund sechs Mal größer als EnBW Baltic 1. Und der Ausbau geht weiter: Insgesamt plant die EnBW, vier Offshore-Windparks in der Ost- und Nordsee mit zusammen rund 1200 Megawatt Leistung zu errichten“, betonte EnBW Technikvorstand Hans- Josef Zimmer anlässlich der Vertragsunterzeichnung. „Siemens und EnBW übernehmen bei der Entwicklung der Offshore-Windenergie in Deutschland eine Vorreiterrolle“, sagte René Umlauft, CEO der Division Renewable Energy bei Siemens. „Nach Baltic 1 ist Baltic 2 bereits das zweite Offshore-Projekt, das EnBW und Siemens gemeinsam in der deutschen Ostsee realisieren“.

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