28.10.13 Erneuerbare Energie

Deutscher Umweltpreis an Ursula Sladek vergeben

Am gestrigen Sonntag ist die Vorsitzenden der Elektrizitätswerke Schönau (EWS), Ursula Sladek, mit dem Deutschen Umweltpreis 2013 ausgezeichnet worden. Diese Auszeichnung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ist der mit 500.000 Euro höchstdotierte Umweltpreis Europas. Bundespräsident Joachim Gauck hat ihn in Osnabrück übergeben.  Sladek erhielt den Deutschen Umweltpreis für die Gründung des ersten deutschen Ökostrom-Anbieters und gemeinsam mit Carmen Hock-Heyl, der Gründerin und Geschäftsführerin der Firma Hock aus Nördlingen, die Dämmmatten für den Hausbau aus dem Öko-Rohstoff Hanf anbietet. Die beiden Frauen hätten „in Zeiten, in denen sie nur belächelt wurden, mit Überzeugungskraft, Kompetenz und Hartnäckigkeit gegen massive Widerstände zukunftsweisende Aufbauarbeit im Spannungsfeld von Ökologie und Ökonomie geleistet und so ihre Visionen in Realität umgemünzt“, erklärte dazu DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde.

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) hat die Auszeichnung von Sladek als wichtiges politisches Signal zur dynamischen Fortsetzung der Energiewende in Deutschland gewertet. Wie kaum jemand sonst stehe Ursula Sladek für den erfolgreichen Kampf für eine risikoarme und nachhaltige Energieversorgung, zu der es keine wirkliche Alternative gebe. Ohne das jahrzehntelange Engagement von Menschen wie Ursula Sladek und ihrer Familie wäre die Energiewende nicht annähernd da, wo sie heute stehe, erklärte DUH-Bundesgeschäftsführer Michael Spielmann. Und die Tatsache dass die Elektrizitätswerke Schönau unter Ursula Sladek zu einem florierenden mittelständischen Unternehmen werden konnten, zeige „dass klimaschonende Energietechnologien bei einer seriösen Kostenbetrachtung längst nicht mehr teurer sein müssen, als die zerstörerischen Energieformen der Vergangenheit“.
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