10.03.16 Nachhaltige Aktien , Erneuerbare Energie , Meldungen

Die Aktionäre sollen die Zeche für die Rettung von Abengoa zahlen

Offenbar steht nun der Rettungsplan für den spanischen Mischkonzern Abengoa. Dem Unternehmen, das stark im Bereich der erneuerbaren Energien aktiv ist, droht die Pleite wegen Überschuldung. Nun sollen offenbar die Gläubiger den Konzern übernehmen – zu Lasten der bisherigen Aktionäre.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters mitteilt, gab es einen Durchbruch in den Verhandlungen mit den Gläubigern von Abengoa. Das erarbeitete Rettungskonzept sehe vor, dass diese die Aktienmehrheit an Abengoa erhalten und die derzeitigen Aktionäre nur noch rund fünf Prozent an dem Konzern behalten. Die Gläubiger würden demnach Schuldverschreibungen in Anteilsscheine tauschen. Laut Reuters haben Gläubiger, die 40 Prozent der Schuldenlast von Abengoa tragen, diesem Plan bereits zugestimmt. Erforderlich sei aber eine Zustimmungsquote von 75 Prozent. Diese muss schon bald erreicht werden. Nur wenn Abengoa bis zum 28. März 2016 einen Sanierungsplan vorlegt, kann der Konzern das Insolvenzverfahren abwenden. Abengoa SA steht mit 9,4 Milliarden Euro in der Kreide.

Abengoa SA:  ISIN ES0105200416 / WKN 904239
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