10.03.11 Fonds des Monats

Die besten nachhaltigen ETF im Februar 2011 – Monatssieger weit vor der Konkurrenz

Für die meisten nachhaltigen Exchange Traded Funds, für gewöhlich als ETF abgekürzt, war der Februar kein guter Monat. Nur drei in Deutschland zugelassene Produkte verzeichneten im vergangenen Monat einen Wertzuwachs von mehr als einem Prozent. Umso stärker sticht der Monatssieger hervor: der EasyETF FTSE ET50 Environment legte um über sieben Prozent zu.

Der nachhaltige ETF des Monats war 2008 von der französischen BNP Paribas Asset Management auf den Markt gebracht worden. Er basiert auf einem Index, der die 50 größten internationalen Unternehmen des Umweltenergiesektors enthält und bereits 1999 von Impax Asset Management aufgelegt wurde. Seit Ende 2007 gehört der Index zur Familie der von der britischen FTSE Gruppe gemanagten nachhaltigen Indices, zu denen auch der bekannte FTSE4Good („Fuzzy4Good“) gehört.

Für den Index der FTSE Gruppe kommen Großkonzerne in Frage, deren Geschäfte zu mindestens 50 Prozent Umwelttechnologien zuzurechnen sind. Wobei diese Definition den Bereich der Erneuerbaren Energien ebenso umfasst wie etwa die nachhaltige Wasserwirtschaft, Müllentsorgung und die Überwachung der Umweltverschmutzung. Daraus werden weltweit die 50 nach Marktkapitalisierung größten Titel für den Index ausgewählt, auf dem der Index basiert. Der Schwerpunkt liegt dabei mit rund 40 Prozent auf US-Unternehmen. Eine Kommission von internationalen Nachhaltigkeitsexperten überwacht die Titelauswahl für den FTSE ET50 Environment.  

Zu den Positionen im FTSE ET50 Environment zählen etwa die deutsche Siemens AG mit ihrer starken Umwelttechnologiesparte, der spanische Energiekonzern Iberola mit dem weltweit größten Windkraftportfolio und der italienische Energiekonzern Enel, der ebenfalls stark auf Grünstrom setzt. Der Wertzuwachs des EasyETF FTSE ET50 Environment in den letzten zwölf Monaten beträgt rund 18 Prozent auf 134 Euro. Zum Stichtag für diese Auswertung, dem 1. März, lagen dazu noch keine Angaben vor und sind daher auch nicht in der beigefügten Tabelle enthalten. Bei diesem ETF werden die Dividenden thesauriert, fließen also dem Fondsvermögen zu. Die Verwaltungskosten betragen 0,4 Prozent.

Die Reihenfolge der 10 besten nachhaltigen ETF im Februar 2011




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ECOreporter untersucht den Markt der nachhaltigen Geldanlage seit 1997 kontinuierlich. Zu den von uns erhobenen Fonds zählen Aktien-, Renten-, Misch- und Dachfonds, Mikrofinanzfonds und ETFs. Als wir 1997 diese Daten erstmals ermittelten, gab es nur zwölf nachhaltige Fonds mit insgesamt lediglich 220 Millionen Euro Volumen. 2010 haben die nachhaltigen Fonds in Deutschland ein neues Rekordvolumen erreicht: Insgesamt 32,42 Milliarden Euro hatten Anleger zum Jahreswechsel hier investiert.
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