13.02.12 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Die Geschichte wiederholt sich: Solarparc alias WindWelt wird zum zweiten Mal verkauft

Die SolarWorld AG steht kurz davor, den ebenfalls in Bonn ansässigen Projektierer Solarparc AG vollständig zu übernehmen. Auf der Hauptversammlung am 23. Mai 2012 soll der Übertragungsbeschluss für den so genannten Squeeze-Out erfolgen, also das Herausdrängen der letzten Aktionäre gegen eine Barabfindung.

Damit wiederholt sich die Geschichte. Denn bis 2005 firmierte die börsennotiert Solarparc AG als WindWelt AG. Die gehörte in 2002 zu 87 Prozent der SolarWorld AG, die damals ihre Beteiligung an die Eifelstrom GmbH verkaufte, die wiederum der Solar Holding Beteiligungsgesellschaft mbH gehört. Und die war die Familienholding von SolarWorld-Chef Frank Asbeck. Damals befragte ECOreporter.de Asbeck zu der Transaktion (per Opens external link in new windowMausklick gelangen Sie zu dem Beitrag).

Später wurde das Projektgeschäft der WindWelt von der Wind- auf die Solarenergie umgestellt, das Unternehmen in Solarparc AG umfirmiert. Seither, seit dem Sommer 2005, hat sich der Aktienkurs des Unternehmens etwa halbiert. Im November 2011 war die SolarWorld mit weniger als 30 Prozent an dem Projektierer beteiligt. Die Beteiligung der Eifelstrom GmbH war auf 50,1 Prozent abgeschmolzen.

Da kündigte die SolarWorld die freundliche Übernahme der Solarparc AG an, durch den Tausch gegen auf den Inhaber lautenden Aktien von SolarWorld, an der Konzernchef Asbeck knapp 30 Prozent der Anteile hält. SolarWorld zahlte bei diesem Angebot einen Aufschlag von rund 26 Prozent je Solarparc-Aktie. Die Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat die Übernahme bereits genehmigt. Vor wenigen Tagen gab Solar World bekannt, dass ihr nun mehr als 95% des Grundkapitals der Solarparc AG gehören, und kündigte den Squeeze-Out an.

Solarparc AG: ISIN: DE0006352537/ WKN 635253
SolarWorld AG:  ISIN DE0005108401 / WKN 510840
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