10.06.10 Erneuerbare Energie , Anleihen / AIF

„Die Kappung der Solarstromvergütung ist eine Herausforderung für die Solarbranche.“ - ECOreporter.de Interview mit Nina Lägel, RGE Energy AG



Per Opens external link in new windowMausklick erfahren Sie mehr über die Messe Grünes Geld in München.

ECOreporter.de:  Können Sie ihr Unternehmen und das Kerngeschäft kurz vorstellen?

Nina Lägel: Die RGE Energy AG plant, finanziert, baut und betreibt photovoltaische Großanlagen auf gepachteten Dach- und Freiflächen. Investoren können sich in Form von geschlossenen Fonds an diesen Photovoltaik-Anlagen beteiligen oder eine komplette Anlage als Private Placement erwerben. Über unser Tochterunternehmen, die SBU Photovoltaik GmbH, bauen wir auch schlüsselfertige Solaranlagen für Eigenheimbesitzer. Weitere strategische Geschäftsfelder sind Monitoring und Wartung von Solaranlagen, die wir über unsere Töchter, die Papendorf Software Engineering GmbH und die SEAG Service GmbH abbilden.

ECOreporter.de: Wie hat sich Ihr Unternehmen seit der Gründung entwickelt?

Lägel: Seit ihrer Gründung kann die RGE Energy AG ein konstantes Wachstum mit jährlich steigenden Umsatzzahlen verzeichnen. Wir haben kontinuierlich expandiert und können über die Integration unserer Tochterunternehmen ein immer breiteres Leistungsprofil  darstellen. Mittlerweile bieten wir von der Planung über die Finanzierung und den Bau bis hin zur Wartung und Überwachung von Solaranlagen alle Leistungen aus einer Hand an.

ECOreporter.de:  Was erhoffen  Sie sich von der Messe Grünes Geld2010  in München?

Lägel: Die Messe Grünes Geld ist für uns eine interessante Plattform zum Informationsaustausch und um unseren neuen Fonds anzubieten. In den vergangenen Jahren haben wir gute Erfahrungen mit den Messen in Freiburg und Münster gemacht und freuen uns auf den neuen Standort München.

ECOreporter.de: Was wollen Sie auf der Messe Grünes Geld in München präsentieren?

Lägel:  Auf der Messe werden wir unseren neuen Solarfonds vorstellen. Mit dem „Solarfonds Süpplingen“ können Anleger in eine Photovoltaik-Anlage investieren, die bereits im Jahr 2008 fertiggestellt und in Betrieb genommen wurde und daher von den hohen Vergütungssätzen aus dem Jahr 2008 profitiert. Die prognostizierte Rendite liegt bei 8,03 % IRR. Neben dem genannten Projekt haben wir allerdings auch immer zahlreiche andere Angebote, die wir Interessenten bei Überzeichnung eines Projektes anbieten können.

ECOreporter.de: Worauf legen Sie in ihrer Branche im Jahr 1 nach der Finanzkrise besonderen Wert? Auf welche zukünftigen Marktherausforderungen haben Sie sich wie eingestellt? Wie wollen Sie mit der Kappung der Solarstromvergütung umgehen?

Lägel: Glücklicherweise waren wir als Projektierer von Solaranlagen von den Auswirkungen der Finanzkrise wenig betroffen, da die Banken Solarprojekte aufgrund ihrer Solidität weiter finanziert haben. Natürlich ist die Kappung der Solarstromvergütung zum 1.7.2010 eine Herausforderung für die Branche. Wir gehen aber davon aus, dass sich die  Modulpreise so entwickeln, dass auch bei zukünftigen Großprojekten attraktive Renditen zu erwirtschaften sein werden.

ECOreporter.de: Was erwarten Sie für die Zukunft? Wo sehen Sie  RGE Energy GmbH im Jahr 2012?

Lägel: Die RGE Energy AG wird weiterhin ihr Kerngeschäft - die Projektierung, Finanzierung, den Bau und den Betrieb von Solaranlagen - verfolgen und intensivieren. Darüber hinaus weiten wir unser Leistungsprofil aber stetig aus und erschließen neue Zukunftsmärkte. Über unser Tochterunternehmen, die Papendorf Software Engineering GmbH, entwickeln wir beispielsweise derzeit ein intelligentes Energiemanagementsystem und positionieren uns so auf dem Markt der Energiesteuerung.  Das System soll die Stromerzeugung und den Verbrauch von privaten und gewerblichen Endverbrauchern managen, die durch eigene Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung beitragen. Neben dem Solargeschäft prüfen wir zudem unseren Einstieg in die Windenergie und testen derzeit Kleinwindanlagen für Endkunden.

ECOreporter.de: Herzlichen Dank für das Gespräch!
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