Die DKB finanziert im großen Stil Solarparks und Windkraftanlagen. Jetzt hat die Bank angekündigt, einen Green Bond zu diesem Zweck auf den Markt zu bringen. / Foto: Pixabay

27.05.16 Anleihen / AIF

DKB plant ersten Green Bond für Öko-Kraftwerke

Ein neuer Green Bond soll auf den Markt kommen. Über eine solche "grüne" Anleihe will die Deutsche Kreditbank DKB 500 Millionen Euro für Erneuerbare-Energien einzuwerben.

Die DKB steigt als Emittentin in den noch jungen Markt für sogenannte Green Bonds ein. Das kündigt das DKB-Management an. Demnach befindet sich die Bank derzeit dazu in Deutschland und einigen anderen Ländern Europas auf Roadshow, um dieses Vorhaben bekannt zu machen. Geplant sei eine Reihe solcher Anleihen, die sich konkret auf ökologisch nachhaltige Projektfinanzierung konzentrieren (daher auch die Bezeichnung „Green Bonds“). Die erste dieser Anleihen soll voraussichtlich 500 Millionen Euro für die Projektrefinanzierung von Windkraft- und Solaranlagen in Deutschland einwerben, so das DKB-Management: „Damit werden wir den ersten reinen Green Bond einer Geschäftsbank in Deutschland begeben“, sagt Stefan Unterlandstättner, Vorstandsvorsitzender der DKB.
Bisher haben in Deutschland vor allem staatliche Banken wir die NRW.Bank oder die KfW Bankengruppe solche Green Bonds aufgelegt. Die KfW Green Bonds dienen beispielsweise dazu, die Förderprogramme für Erneuerbare-Energiekredite der KfW Bank zu refinanzieren.

DKB-Vorstand: Interesse an Klimaschutz-Investments groß

„Diese Emission ist die logische Konsequenz aus unserem Geschäftsmodell. In unserem Portfolio haben wir Projektfinanzierungen im Bereich der Erneuerbaren Energien mit einem Volumen von über 9 Milliarden Euro. Das ist einmalig in Deutschland“, sagt DKB-Vorstandschef Unterlandstättner zu den Green-Bond-Plänen seiener Bank. „Es gibt ein großes Interesse an Anleihen, bei denen die Emissionserlöse zur Finanzierung von Umwelt- und Klimaschutzprojekten eingesetzt werden.“ Die DKB wird mit der geplanten Emission ihre Kapitalmarktrefinanzierung diversifizieren und den Grundstein für eine weitere feste Fundingsäule legen“, fährt er fort.

DKB mit guten Noten für Nachhaltigkeit und Bonität
Derartige Green Bonds werden von Nachhaltigkeitsrating-Agenturen bewertet. Im Fachjargon nennt man diese Analyse Second Party Opinion. Im Falle des DKB Green Bond hat oekom Research aus München einerseits ein Nachhaltigkeitsrating für die DKB selbst erstellt und andererseits eine Second Party Opinion zu dem geplanten Green Bond. Für ihr Geschäftsmodell erhielt die DKB von oekom ein „B-“. Damit zählt die DKB für oekom zu den unter den Banken zu Branchenvorreitern in Sachen Nachhaltigkeit. Das aktuelle Bonitätsrating der DKB stammt Ratingagentur Moody's Investor Service. Hier erhielt die DKB die Note A3, was für „sehr gute bis gute Bonität“ steht.
Die Emissionen richten sich häufig direkt an institutionelle Investoren. Das geschieht, indem hohe Mindesteinstiegsschwellen für ein Investment  festgelegt werden. Oftmals können Kleinanleger trotzdem investieren – möglch macht das dann der Börsenhandel für Anleihen. Zur möglichen Einstiegsschwelle des ersten DKB Bonds oder einer eventuellen Börsennotiz macht die DKB noch keine Angaben.
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