22.04.13 Nachhaltige Aktien , Erneuerbare Energie , Meldungen

Drohen harte Zeiten für Wechselrichterhersteller wie SMA?

Die Zeiten für westliche Wechselrichterhersteller wie die deutsche SMA Solar Technology AG oder das US-Unternehmen PowerOne Inc. werden schwieriger. Das sagen die Analysten der Martforschungsagentur GTM Research aus Boston voraus. In ihrer Studie mit dem Titel „The global PV inverter landscape 2013: technologies, markets, and survivors“ werden drei Hauptgründe für das weiter schwierige Marktumfeld genannt: Die zunehmende Konkurrenz asiatischer Billiganbieter, die durch die Solarbranchenkrise gedrückte Nachfrage und technische Innovationen, beispielsweise ins Solarmodul integrierte Steuerelektronik. Dies alles soll die Umsätze in den kommenden Jahren beeinträchtigen.


Speziell das Überangebot an Solartechnik-Komponenten, das die Preise für Solarmodule drastisch hatte fallen lassen, werde nicht so schnell abgebaut werden, so die Autoren der Studie. Deshalb werde es auch für Wechselrichterhersteller weiterhinzunehmend  schwierig, gewinnbringen zu produzieren. Die Preise sollen den Analysten zufolge bis 2016 im Vergleich zu 2012 um zehn Prozent fallen von 0,22 US-Dollar auf 0,16 Dollar je Watt.


2014 werde aber voraussichtlich schon die Marktkonsolidierung einsetzen. Damit sollen zumindest die Absätze der Wechselrichterhersteller in 2015 und 2016 wieder steigen.


„Aufgrund des anhaltenden Preisdrucks in der Photovoltaikbranche gehen wir davon aus, dass der Markt 2013 um 20 Prozent einbrechen wird“, sagt Pierre Pascal Urbon, Vorstandschef der SMA Solar Technology AG aus Niestetal, dem Weltmarktführer unter den Wechselrichterherstellern, gegenüber Medienvertretern. Dabei wies er darauf hin, dass auch der schwelende Ost-West-Handelskonflikt über Strafzölle auf Photovoltaikprodukte das Geschäftsklima schon jetzt beeinträchtige. In den USA wurden 2012 Strafzölle auf chinesische Solarkomponenten eingeführt, die EU prüft derzeit ähnliche Maßnahmen. China wiederum hat gedroht, seinerseits mit Strafzöllern zu reagieren.


„Aus unserer Sicht wird das Übersee-Geschäft den Markteinbruch in Europa im besten Fall kompensieren können, so Urbon mit Blick auf diese Konstellation. Daher stehe SMA und die gesamte Wechselrichter-Branche vor einem „schweren Jahr“. Große Marktpotenziale macht Urbon den Berichten zufolge derzeit in Indien und Australien aus.

SMA Solar Technology AG: ISIN DE000A0DJ6J9 / WKN A0DJ6J

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